Getötete Blumenverkäuferin: Spurenauswertungen bestätigen Tatverdacht

13. April 2023 , 14:38 Uhr

Nach dem Tötungsdelikt an einer 50-jährigen Mitarbeiterin eines Blumenladens am Freitag, den 10. März 2023, in Lichtenfels, liegen den Kriminalbeamten und der Staatsanwaltschaft Coburg weitere Spurenergebnisse vor. Die Ermittlungen haben den dringenden Tatverdacht gegen einen 17-jährigen Jugendlichen aus Lichtenfels bestätigt, gegen den bereits am 25. März 2023 die Untersuchungshaft angeordnet wurde.

Rückblick

Am Freitagabend, 10. März 2023, fanden Spaziergänger die getötete Frau in dem Blumengeschäft in der Bamberger Straße, nachdem sie bemerkt hatten, dass die Außenauslage des Geschäftes trotz Ladenschlusses noch aufgebaut war. Im Rahmen einer Obduktion stellte sich heraus, dass das Opfer aufgrund von Gewalteinwirkung durch Messerstiche zu Tode kam. Seit der Tat ermittelt die bei der Kriminalpolizei Coburg eingerichtete 40-köpfige Sonderkommission „Blume“ in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Coburg unter Hochdruck. Unter Hinzuziehung von Spezialisten des Landeskriminalamtes und weiteren regionalen und überregionalen Einsatzkräften, ging die Kriminalpolizei zahlreichen Ermittlungsansätzen nach. Auch erhielt die Soko „Blume“ Unterstützung von der Operativen Fallanalyse Bayern, die sich die Erstellung eines Täterprofils zur Aufgabe machte.

Weitere Spurenergebnisse liegen vor

Nachdem sich der Tatverdacht gegen den 17-jährigen Jugendlichen aus Lichtenfels erhärtet hatte, führten ihn die Kriminalbeamten einem Ermittlungsrichter vor, der gegen ihn auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Seither befindet sich der Jugendliche in einer Justizvollzugsanstalt.

Im Rahmen einer Durchsuchung fanden die Ermittler in der häuslichen Umgebung des 17-jährigen Tatverdächtigen ein Messer auf, bei dem es sich nach aktuellem Erkenntnisstand um das Tatmittel handelt. Außerdem entdeckten die Spurensicherer am Tatort DNA-Spuren, die nach bisherigen Ermittlungen dem jungen Mann zuzuordnen sind. Im Hinblick auf das jugendliche Alter des Tatverdächtigen bitten Polizei und Staatsanwaltschaft um Verständnis, dass darüber hinaus derzeit keine weiteren Auskünfte zur Tat herausgegeben werden können.

Rege Mithilfe der Bevölkerung

Die Bevölkerung lieferte aufgrund mehrerer Zeugenaufrufe zahlreiche Hinweise für die Ermittlungsarbeit. Die Kriminalbeamten gingen diesen akribisch nach. Dank der regen Mithilfe haben sich bisher viele Personen gemeldet, die als wichtige Zeugen in Betracht kamen.

Die Kriminalpolizei Coburg und die Staatsanwaltschaft Coburg schöpfen seit dem Gewaltverbrechen alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen und Mittel aus, um die Hintergründe der Tat zügig aufzuklären. Auch nach den bisherigen Ermittlungserfolgen geht die Arbeit der Sonderkommission weiter.

red

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