Für eine Zugfahrt ohne Ticket hätte ein Mann aus Pegnitz beinahe im Gefängnis landen können. Von dem Prozess berichtet der Kurier. Der 45-Jährige war Anfang des Jahres auf der Strecke zwischen Bayreuth und Pegnitz beim Schwarzfahren erwischt worden. Weil er bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte verurteilt wurde, stand vor dem Amtsgericht Bayreuth sogar eine Haftstrafe im Raum. Am Ende verhängte die Richterin eine Geldstrafe von 1.350 Euro.
Der Fall zeigt auch eine politische Debatte: Schwarzfahren gilt in Deutschland weiterhin als Straftat und kann im Wiederholungsfall mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden. Ein Antrag, das Delikt künftig nur noch als Ordnungswidrigkeit zu behandeln, war erst vor wenigen Wochen im Bundestag gescheitert.
mso