Es gibt in Bayern deutlich zu wenige Plätze für geistig beeinträchtigte Erstklässler. Auf den Wartelisten der Förderzentren stehen bisher rund 300 angehende Schüler. Bayern ist von einem sprunghaften Anstieg der Anmeldungen überrascht worden. Wie sieht es bei uns aus? Thomas Mück-Rönsch, zuständiger Bereichsleiter bei der Regierung von Oberfranken:
Der Anstieg fällt regional sehr unterschiedlich aus. In Oberfranken ist die Entwicklung insgesamt gesehen im Vergleich zu anderen Regionen moderater. Zum momentanen Planungsstand Ende April gehen wir davon aus, dass im kommenden Schuljahr 1439 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in insgesamt 149 Klassen an unseren Förderzentren beschult werden. Das ist im Vergleich zur Vorjahresprognose ein Plus von 75 Personen. Umgerechnet bedeutet das, dass wir statistisch eine Belegungsstärke unserer Klassen von 9,66 Schülerinnen und Schülern haben. In den Eingangsklassen, auf die Sie sich in Ihrer Frage beziehen, erwarten wir zum momentanen Stand insgesamt 143 Kinder, die aufgenommen werden sollen. Wir sind da in einem sehr engen Austausch mit unseren Schulen und gehen aber auch derzeit davon aus, dass allen Schülerinnen und Schülern mit entsprechendem Förderbedarf und Förderschwerpunkt in Oberfranken, auch wenn wir inklusive Angebotsformen mit einbeziehen, ein Schulplatz angeboten wird und genügend Plätze zur Verfügung stehen.
Auch in Oberfranken erwarten die Schulplaner aber mehr Schüler als im letzten Jahr. Insgesamt gibt es in Oberfranken elf Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
bea