Kripo warnt: gefälschte E-Mails fordern hohe Zahlungen

17. Juli 2025 , 11:20 Uhr

Eine E-Mail von einem vermeintlich vertrauten Geschäftspartner mit einer dringenden Zahlungsaufforderung – und wenig später ist das Geld weg.

Die Kriminalpolizei warnt vor der perfiden Betrugsmasche Business E-Mail Compromise (BEC). Dabei geben sich die Täter per E-Mail als vertrauenswürdiger Geschäftspartner, Vorgesetzter oder Dienstleister aus und bringen Unternehmen, Behörden oder öffentliche Einrichtungen dazu, hohe Summen auf betrügerische Konten zu überweisen.

„Dieses Vorgehen kann Firmen jeder Größe treffen. Die E-Mails wirken oft völlig glaubwürdig und enthalten meist keine Schadsoftware in Anhängen und Links, nur eine scheinbar harmlose Zahlungsanweisung. Der klassische Spam-Filter greift daher nicht. Die Schadenssummen sind oft erheblich. Angriffe richten sich aktuell besonders gegen Unternehmen, die an Ausschreibungen auf europäischer Ebene beteiligt sind.“, so Erster Kriminalhauptkommissar Markus Hahn von der Kripo Bayreuth.

So funktioniert der Betrug:

Kriminelle fälschen gezielt E-Mail-Absender und imitieren interne Kommunikationsmuster, um Mitarbeitende unter Druck zu setzen. Besonders häufig beobachten wir:

So können sich Unternehmen und Behörden schützen:

Zahlung niemals ungeprüft freigeben

E-Mail-Absender genau prüfen

Technische Sicherheit ausbauen – mehr als nur starke Passwörter

Mitarbeitende gezielt schulen

Im Verdachtsfall:

Sprechen Sie in Ihrem Umfeld über diese Betrugsmasche und helfen Sie so Unternehmen und Einrichtungen zu schützen!

red

Das könnte Dich auch interessieren

02.02.2026 Bundesweite DHL-Betrugsmasche - Paketzusteller sagt: Falscher Alarm Seit ein paar Tagen schon warnen bundesweit Polizei und Verbraucherschützer vor sogenanntem Quishing. Dahinter stecken Paketbenachrichtigungen mit gefälschtem QR-Code. Der Paketzusteller DHL sagt: Falscher Alarm. Es gebe keine Beweise, dass gefälschte Abholzettel im Umlauf gewesen sind – jedenfalls nicht von diesem Unternehmen. Trotzdem sollten Verbraucher vorsichtig sein, sagt Matthias Potzel von der oberfränkischen Polizei. Scannen 17.05.2026 Schockanruf-Welle in Kulmbach Über Kulmbach ist eine Welle von Schockanrufen hinweggezogen. Die Polizei spricht von 17 Fällen allein am Freitag (15.5.). Die Trickbetrüger haben sich am Telefon als Polizei oder Staatsanwaltschaft ausgegeben und behauptet, Angehörige hätten einen schweren Unfall verursacht. Um angebliche Haftstrafen zu verhindern, sollten die Angerufenen hohe Geldsummen bezahlen. Alle Betroffenen haben die Masche durchschaut und 06.05.2026 Über 100 Buchungen - Bayreuther Hotel bekommt es mit Online-Betrügern zu tun Ein Bayreuther Hotel hat es jetzt mit Online-Betrügern zu tun bekommen. Wie die Polizei berichtet, haben die Täter den Account des Hotels auf einem Online-Buchungsportal gehackt. Dann haben sie Zimmer mit Rabatten zu deutlich vergünstigten Preisen angeboten. Kunden, die auf das Angebot eingegangen sind, haben sie dann über angebliche Probleme bei der Reservierung informiert und 01.04.2026 Auf betrügerische SMS hereingefallen Vorsicht Trickbetrug! Die Polizei warnt vor betrügerischen Kurznachrichten per SMS. In Münchberg sind die Täter vor einigen Tagen mit der Masche erfolgreich gewesen. Eine 57-Jährige hat eine SMS aufs Handy bekommen – augenscheinlich von ihrer Bank. Gutgläubig hat sie daraufhin ihre persönlichen Daten preisgegeben. Am nächsten Tag dann ein Anruf von einem angeblichen Bankmitarbeiter. Er