Blitzermarathon Bilanz: Raser mit 90km/h zu viel unterwegs

22. April 2024 , 08:14 Uhr

Die Bilanz für den Blitzermarathon ist raus. Von Freitag früh bis Samstag früh hat die Polizei in ganz Bayern sehr viele Blitzer aufgestellt. Und die haben insgesamt über 8.600 Fahrer mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt. Das ist etwas weniger als im vergangenen Jahr. Den Höchstwert hat ein Autofahrer aus Schwaben geliefert. Er ist mit 166 km/h bei erlaubten 80 auf der A7 gefahren, also fast 90 km/h zu schnell. In Oberfranken ist der schlimmste Raser auf der B173 gefahren. Er hatte knapp 70 km/h zu viel auf der Bundesstraße. Beide bekommen Fahrverbot, Bußgeld und Punkte.

Die Details der Oberfränkischen Polizei:

Von Freitag auf Samstag fand in Oberfranken der 21. Blitzmarathon statt. An 73 Messstellen beanstandeten die Beamten insgesamt 884 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Damit stieg die Zahl der Verstöße im Vergleich zum Vorjahr leicht an.

Am 19. April, 6 Uhr, startete der diesjährige 24-Stunden-Blitzmarathon. In Oberfranken waren über 170 Beamtinnen und Beamte an insgesamt 73 Messstellen vertreten. Im Fokus der Messungen standen vor allem Unfallschwerpunkte auf Landstraßen und Streckenabschnitte vor Schulen und Kindergärten. Insgesamt durchquerten 48.846 Fahrzeuge die Messbereiche von stationären Blitzgeräten oder mobilen Lasermessgeräten.

Obwohl die Aktion samt Messstellen vorab umfangreich angekündigt wurde, hielten sich 884 Fahrerinnen und Fahrer nicht an die jeweilig vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Die Betroffenen mussten teilweise direkt an der Messstelle ein Verwarnungsgeld bezahlen, andere erwartet eine Bußgeldanzeige mit Punkten in Flensburg oder auch ein Fahrverbot. So auch den Fahrer eines Audi RS 3, der auf der B 173 bei Hof mit 169 Stundenkilometern bei erlaubten 100 gemessen wurde und damit den traurigen Höchstwert in Oberfranken erreichte.

Neben den Geschwindigkeitsüberschreitungen registrierten die eingesetzten Kräfte weitere 146 Verstöße, wie zum Beispiel Fahrzeugmängel, Handy- und Gurtverstöße.

 

Bilanz aus den Mittelzentren

Für die oberfränkischen Mittelzentren stellt sich die Bilanz des Blitzmarathons wie folgt dar:

 

Im Bereich Bamberg (Stadt und Landkreis Bamberg, Landkreis Forchheim) wurden 188 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Im Bereich Bayreuth (Stadt und Landkreis Bayreuth, Landkreis Kulmbach) wurden 149 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Im Bereich Coburg (Stadt und Landkreis Coburg, Landkreis Kronach sowie Lichtenfels) wurden 162 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Im Bereich Hof (Stadt und Landkreis Hof, Landkreis Wunsiedel) wurden 385 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

 

Gefahren des Rasens bewusst machen

Der Zweck des Blitzmarathons war erneut, die Gefahren des zu schnellen Fahrens in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu rücken. Ein Blick in die oberfränkische Verkehrsunfallstatistik 2023 unterstreicht die Notwendigkeit: Etwa ein Drittel der Verkehrstoten starb aufgrund nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit. Regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen sowie der 24-Stunden-Blitzmarathon bilden nach wie vor wichtige Bausteine, um die Verkehrssicherheit auf Oberfrankens Straßen zu erhöhen.

red

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