Flutkatastrophe im Himalaya

Zwei Überlebende der Sturzflut in Nepal gerettet

05. September 2026 , 13:28 Uhr

Rettungskräfte bergen zwei weitere Überlebende aus den Trümmern der Sturzflut in Nepal. Die Hoffnung auf weitere Rettungen bleibt bestehen.

Zehn Tage nach der verheerenden Sturzflut aus den Gletschergebieten des Himalaya haben Rettungskräfte in Nepal erneut zwei Überlebende geborgen. Eine Frau in den Sechzigern sei lebend aus einem verschütteten Haus in Betrawati in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati gerettet worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau sei zur Behandlung nach Kathmandu geflogen worden. Über ihren Zustand lagen zunächst keine näheren Informationen vor. 

Die nepalesische Militär bestätigte zudem die Bergung eines chinesischen Staatsbürgers aus einem Tunnel eines verwüsteten Wasserkraftwerks im Distrikt Rasuwa. Der Mann unterziehe sich nach der Bergung einer medizinischen Untersuchung, berichtete die Zeitung «The Kathmandu Post». Die Rettungskräfte seien etwa 225 Meter tief in den betroffenen Tunnel vorgedrungen, um den Mann zu bergen. Die Suche nach Vermissten im Stollensystem der Wasserkraftanlage Upper Trishuli-1 werde fortgesetzt.

Vier Überlebende in zwei Tagen gerettet

Am Freitag hatten Rettungskräfte in Nepal zwei Menschen lebend aus einem Tunnel des Wasserkraftwerks Upper Trishuli 3A geborgen. Die Bergung der beiden Überlebenden verstärkte im Land die Hoffnung, weitere Menschen in den Wasserkraftanlagen finden zu können. 

Bisher wurden mehr als 1.300 Todesopfer infolge der Katastrophe in Nepal und Tibet bestätigt. In Nepal stieg ihre Zahl nach aktuellen Angaben der dortigen Polizei auf 1.344, darunter 85 Kinder. Die Zahl der Vermissten wird mit knapp 4.900 beziffert, einschließlich 618 Menschen aus dem Ausland. Die Zahl der Todesopfer in Tibet wurde zuletzt mit 31 angegeben. Dort wurden noch 531 Menschen vermisst.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

04.09.2026 Zwei Arbeiter nach neun Tagen aus Tunnel in Nepal gerettet Nach der Sturzflut im Himalaya sind zwei Männer lebend gefunden worden. Das weckt in Nepal die Hoffnung, es könnten weitere Vermisste aus den verwüsteten Wasserkraftanlagen gerettet werden. 03.09.2026 Sturzflut im Himalaya: Zahl der Toten steigt auf über 1.270 Nach der Sturzflut in Nepal und Tibet steigen die Opferzahlen weiter. Tausende Menschen gelten noch als vermisst, darunter auch Ausländer. Das ganze Ausmaß der Katastrophe bleibt unklar. 02.09.2026 Sturzflut: Steigende Opferzahl und symbolische Bestattungen Nach der Sturzflut im Himalaya erhöht sich die Zahl der Todesopfer in Nepal weiter. Viele Leichen bleiben bisher unidentifiziert, die Suche nach Vermissten geht weiter. 01.09.2026 Überall Leichensäcke: Mehr als 1.000 Tote nach Himalaya-Flut Verwesende Leichen, zerstörte Dörfer und wachsende Gesundheitsgefahren: Im Himalaya kämpfen Retter gegen Zeit und Wetter. Die Opferzahlen werden derweil immer erschütternder.