Heimpleite nach sieben Monaten

Zwei Jokertore lassen SC Freiburg beim FC Augsburg jubeln

31. Oktober 2026 , 17:26 Uhr

Mal wieder geht der FC Augsburg in dieser Bundesligasaison mit 1:0 in Führung. Mal wieder reicht es nicht zu einem Dreier. Der SC Freiburg dagegen schlägt zweimal eiskalt zu.

Dank zweier Jokertore hat der SC Freiburg seine Mini-Krise in der Fußball-Bundesliga beendet und die Sieglosserie des FC Augsburg verlängert. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum konnte beim 1:2 (1:0) erneut eine Führung nicht in einen Dreier verwandeln und blieb damit im sechsten Bundesligaspiel nacheinander ohne Sieg. Die eiskalten Breisgauer belohnten sich nach zwei Pleiten in der deutschen Eliteklasse wieder mit einem Sieg und fügten den Hausherren die erste Heimniederlage nach mehr als sieben Monaten zu.

Mit einem sehenswerten Dropkick brachte der frühere Freiburger Michael Gregoritsch, seit Januar wieder in der Fuggerstadt angestellt, die Augsburger vor 30.660 Zuschauern in der 18. Minute in Führung. Es war das fünfte 1:0 von Baums Mannschaft in dieser Saison. Der zur Pause eingewechselte Igor Matanovic (66.) sorgte mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze für einen ersten Dämpfer bei den Hausherren. Nur wenige Minuten nach seiner Hereinnahme sorgte Cyriaque Irié (86.) für komplette Ernüchterung.

Sowohl die Augsburger dank eines 4:2 beim Drittligisten Großaspach als auch die Freiburger nach einem 3:2 gegen Zweitligist VfL Wolfsburg waren unter der Woche ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Gregoritsch leitet seinen Treffer selbst ein

Die Gastgeber nahmen vier Änderungen in ihrer Startelf vor, so kam Kapitän Jeffrey Gouweleeuw erstmals in dieser Saison von Beginn an zum Einsatz. Julian Schuster wechselte bei seinen Freiburgern nach dem K.-o.-Duell sogar siebenmal aus. So saß auch der Doppeltorschütze gegen Wolfsburg, Keisuke Goto, zunächst auf der Bank.

Die Fans erlebten eine abwechslungsreiche erste Hälfte, in der beide Teams nach vorne spielten. Nach einer dicken Chance für Lucas Höler schlug Gregoritsch im direkten Gegenzug für die Augsburger zu. Er initiierte den Angriff über Arijon Ibrahimovic auf der linken Seite, stürmte nach vorne und vollendete die Vorlage des 20-Jährigen technisch anspruchsvoll.

Gregoritsch, von 2022 bis 2025 beim SC Freiburg unter Vertrag, blieb für die Hintermannschaft der Breisgauer eine Dauergefahr. Eine Hereingabe in den Rücken der Abwehr der Gäste nahm der 32-Jährige direkt (32.), Torwart Mio Backhaus musste blitzschnell abtauchen, um das 0:2 zu verhindern.

Matanovic fackelt nicht lange

Die Augsburger brauchten nach der Halbzeit einige Minuten, um wieder Schwung aufzunehmen. Doch der emsige Ibrahimovic (58.) zielte nicht genau genug, sein Schuss flog am rechten Pfosten vorbei. Quasi aus dem Nichts schlugen die Freiburger dann zu. Über den eingewechselten Goto und Yannik Engelhardt landete der Ball bei Matanovic, der nicht lange fackelte und flach ins rechte Eck traf.

In der Schlussphase, ein in dieser Saison bei den Augsburgern ohnehin kritischer Zeitraum, legten die Freiburger aber sogar noch nach. Eine Flanke von Vincenzo Grifo nickte Irié mit dem Kopf ein. Es war die erste Heimniederlage der Augsburger in der Bundesliga seit dem 2:5 gegen den VfB Stuttgart am 22. März.

Quelle: dpa

 

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