Bei mehreren Straßennamen in Bayreuth weisen ab sofort Zusatzschilder auf den historischen Kontext hin. Die Tafeln ergänzen die bisherigen Straßenschilder und sollen auf den politischen Hintergrund und die teilweise antisemitische Vergangenheit der Namensgeber hinweisen. Der Stadt war bei dem Vorhaben wichtig, dass die Straßen nicht einfach nur umbenannt, sondern eingeordnet werden. Initiator, Ex-Stadtrat Christoph Rabenstein:
Dann sind sie weg von der Diskussion, das wollten wir nicht. Außerdem wollten wir auch den Personen gerecht werden. Bei Richard Wagner wissen wir, dass er ein Komponist war, der noch heute weltweit Beachtung findet. Aber er war eben auch ein übler Antisemit.
Die Zusatzschilder gibt es in der Richard-Wagner-Straße, der Cosima-Wagner-Straße, der Karl-Muck-Straße, der Ludwig-Thoma-Straße und in der Hindenburgstraße und Bismarckstraße. Bald sollen an den Schildern zusätzlich QR-Codes hinzugefügt werden.
kf