Der Kampf um den Weiterbetrieb des Eisstadions in Pegnitz geht weiter. Seit rund 3 Jahren wird der Betrieb durch mehr als 100 Freiwillige über eine eigens gegründete Betreibergesellschaft am Leben gehalten. In den nächsten Jahren wird das wohl nicht mehr reichen. Der Sanierungsbedarf ist eindeutig, die Finanzierung ist mittelfristig offen. Mit Blick auf die Bürgermeister-Wahl Anfang März positionieren sich nun auch die Kandidaten klar zum Erhalt der Anlage:
Peter Kraus (SPD)
Für mich ist so ein Eisstadion mehr wie Eis um Wande. Für mich ist das ein gesellschaftlicher Hotspot, ein gesellschaftlicher Punkt in Pegnitz, wo Generationen die ersten Schritte auf ihre Kufen getan haben, bis hin zu den leidenschaftlichen Betreuern, Trainerinnen und Trainern in vielen Eissportarten. Diese Dinge muss man meiner Meinung nach mit allen möglichen Mitteln, die man eben hat, halten. Und deswegen von meiner Seite aus ganz klar Daumen nach oben, Eisstadion halten, sanieren wenn möglich und weitergehende Maßnahmen einleiten und durchführen.
Sandra Huber (Bündnis 90 / Die Grünen)
Ich sehe auf jeden Fall den Wert des Eisstadions für die Stadtgesellschaft, insbesondere auch für die Jugendlichen. Zwischen 12 und 15, 16 ist das ein tolles Angebot. In Wintern, wo sonst wirklich wenig geboten ist. Und wir wollen ja die Jugendlichen vom Handy auch mal weglocken und in sportliche Aktivitäten bringen. Dafür ist es natürlich super. Ich möchte natürlich auch das Angebot gerne erhalten, wenn es möglich ist. Ich bin aber niemand, der die Augen verschließt vor Realitäten, vor der Wirklichkeit, vor Zahlen, Daten und Fakten. Ich glaube, das hilft uns langfristig auch nie weiter.
Stefan Krieg (CSU)
Das Eistadion gehört im Pegnitz dazu, für mich ganz klar. Es speckt auch Erinnerungen mit meiner Kindheit, mit meiner Jugend. Disco-Lauf, wer kennt es nicht, den legendären Samstagabend. Aber für mich auch das Eishockey-Spielen. Ab drei Jahren habe ich Schlittschuhlaufen gelernt und durfte bis zur ersten Mannschaft hochspielen. Kurzzeitig waren tolle Erlebnisse aus meiner Jugendzeit, tolle Erfahrungen. Hier brauchen wir Kompromisslösungen für die Zukunft mit den Entscheidungsträgern. Jetzt der Arena-UG, aber auch den Stadtrat und vom Bürgermeisteramt selber und vom Bürgermeister, wenn nichts werden darf. Hier geht es dran, Vorbereitungen zu treffen für die Zukunft, für mögliche Förderprogramme. Wenn es sie gibt, dass wir sofort losgehen können und sagen, hier ist Pegnitz, wir wollen.
Wolfgang Nierhoff (PEG)
Ich bin selbst mit Disco-Läufen groß geworden. Ich bin groß geworden am Freitagabend mit Spielen. Eisstadion, Eishockey war immer unser Ding. Und deswegen war auch, als ich jetzt ins Amt kam, habe ich gesehen, dass es nicht ganz so einfach war. Wie geht es weiter damit? Ich habe immer die Mehrheitsbeschlüsse genau aus dem Grund herbekommen. Wir haben in der Corona-Zeit gesehen, wie wichtig dieser Anlaufpunkt anfangs ist. Die machen eine super Jugend- und Kinderarbeit an der Stelle. Und da kann ich das Versprechen geben, dass ich mich mit aller Kraft weiterhin, so wie ich es die letzten sechs Jahre getan habe, dafür einsetzen werde. Zusammen mit den Betreibern, auf die ich auch sehr stolz bin, weil die machen das super, dass wir das Ding am Leben halten werden.
Tiefere Einblicke gewährt außerdem ab kommender Woche eine Dokumentation über die Geschichte und die Zukunft des Eisstadions in Pegnitz auf der Vereinseigenen Homepage und den Social Media Kanälen.
jt