Wölfe im Fichtelgebirge: Künftig vielleicht ganzes Rudel

12. Oktober 2024 , 07:27 Uhr

Dass wir beim Wandern im Fichtelgebirge Rehen und Füchsen begegnen, kommt öfter vor. Aktuell kursieren aber Fotos und Videos im Netz, die Wölfe in der Region zeigen. Die Aufnahmen stammen zum Beispiel aus Selb und Konnersreuth. Offizielle Bilder gibt’s vom Naturpark Fichtelgebirge: Im Bereich Schneeberg sind Wölfe in Fotofallen getappt. Es ist erstmal nicht ungewöhnlich, dass Wölfe im Fichtelgebirge unterwegs sind. Das sagt Roland Ledermüller, er ist Naturparkranger im Fichtelgebirge. Das Besondere jetzt: Aktuell streifen ein Männchen und ein Weibchen gemeinsam durch die Region. Heißt: Nächstes Jahr könnte es Nachwuchs geben. Ob die Wölfe dann im Fichtelgebirge bleiben ist nicht sicher, aber wahrscheinlich, sagt Ledermüller. Sie finden bei uns nämlich jede Menge Nahrung, also Rehe und Hirsche. Dass es die Wölfe auch mal auf Schaf- oder Ziegenherden abgesehen haben, ist möglich. Grundsätzlich gehen Wölfe aber nicht gezielt auf Tierweiden zu. Roland Ledermüller empfiehlt Landwirten, ihre Zäune „wolfsicher“ zu machen. Dafür gibt’s eine entsprechende Förderung vom Freistaat Bayern.

Er gibt auch Tipps zum Umgang mit den Wölfen im Fichtelgebirge. Falls uns beim Wandern ein Wolf begegnet, sollten wir uns so verhalten, wie bei allen anderen Wildtieren auch. Also Ruhe bewahren, nicht auf das Tier zugehen, sondern sich langsam wegbewegen. Vor allem auf Hunde könnte der Wolf neugierig reagieren. Den Hund also unbedingt bei sich an der Leine behalten und sich zurückziehen. Was Landwirte angeht: Größere Tiere, wie Rinder oder Pferde, lässt der Wolf in der Regel in Ruhe. Seine Hauptbeute sind Rehe und Hirsche. Der Wolf geht nicht gezielt auf Schaf- oder Ziegenweiden zu, es kann aber vorkommen. Roland Ledermüller empfiehlt deshalb Elektrozäune. Dafür gibt’s auch eine Förderung vom Freistaat Bayern.

red

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Fahrrad-Kontrollaktion: 560 Verstöße in Oberfranken Mehr Sicherheit auf zwei Rädern – extra dafür hat in der Woche die bundesweite Aktion „sicher.mobil.leben“ stattgefunden. Auch bei uns in der Region hat die Polizei verstärkt Fahrrad- und Rollerfahrer kontrolliert. Über 130 Polizeibeamte waren oberfrankenweit im Einsatz. Sie haben rund 560 Verstöße festgestellt. Außerdem hat die Polizei auch mit anderen Verkehrsteilnehmern gesprochen. Es ging 29.04.2026 Pandabär in Kulmbach während Motorradsternfahrt verloren Ein ungewöhnlicher Gast der diesjährigen Motorradsternfahrt wartet derzeit auf der Dienststelle der Polizei auf seine Abholung. Nach dem Ende des Motorradevents ist im Stadtgebiet von Kulmbach ein verloren gegangenes Stofftier aufgetaucht. Es ist ein 40 Zentimter großer Pandabär. Der Bär wurde als Fundsache bei der Polizeiinspektion Kulmbach abgegeben. Aktuell befindet sich das Plüschtier in der 29.04.2026 Hohe Waldbrandgefahr: vorsorgliche Luftbeobachtung am Wochenende Wegen der hohen Waldbrandgefahr hatte die Regierung von Oberfranken ja schon angekündigt, dass es vermutlich Luftbeobachtungsflüge geben wird. Jetzt haben sie zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg grünes Licht dafür gegeben. Die Flüge finden von Freitag (01.05.) bis Sonntag statt. Also wer vermehrt Flugzeuge und Hubschrauber fliegen sieht, muss sich keine 29.04.2026 BBC Bayreuth beendet Zusammenarbeit mit Lukas Hofer zum Saisonende Der BBC Bayreuth trennt sich von Trainer Lukas Hofer. Sie wollen den gemeinsamen Weg in der neuen Saison nicht fortsetzen. Die Hoffnung war zunächst groß. Der BBC wollte zusammen mit Hofer den Schwung aus der Vorsaison mitnehmen. Doch das habe nicht funktioniert, heißt es in der Pressemitteilung des BBC. Jetzt folgt ein Neustart. Im Sommer