Kultur

Weimer: Musiker müssen mit Streaming genug Geld verdienen

12. März 2026 , 12:42 Uhr

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer trifft sich mit Vertretern von Plattenlabels im Kanzleramt. Nach Debatten um den Buchhandlungspreis weicht er auf eine Frage eines Reporters aus.

Auf dem Weg zu einer faireren Vergütung für Musiker auf Streamingplattformen hat sich Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit Vertretern der Musikindustrie getroffen. «Professionelle Musikerinnen und Musiker müssen mit Streaming nennenswerte Einnahmen erzielen und diese nachvollziehen können», teilte Weimer (parteilos) mit.

Sie hätten darüber gesprochen, was sich im Musikmarkt verändere, welche Rolle Künstliche Intelligenz spiele und wie faire Vergütungsmodelle der Zukunft aussähen. Die Gespräche mit Musiklabels wie Sony Music und Universal Music Group sowie Branchenverbänden seien konstruktiv gewesen.

Zuvor schon Treffen mit Grönemeyer und Maffay

Bereits im Dezember hatte er Musikstars wie Herbert Grönemeyer, Peter Maffay und Balbina ins Kanzleramt eingeladen. Am Montag will er sich mit Vertretern von Streamingdiensten treffen. Zudem habe er die Labels dazu eingeladen, in den kommenden Monaten an einem Runden Tisch im Kanzleramt teilzunehmen, bei dem alle gleichberechtigt am Tisch säßen.

Weimer ist seit knapp einem Jahr im Amt – zuletzt hatte er große Debatten ausgelöst mit der Entscheidung, drei Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen. Der Bundestagsabgeordnete David Schliesing (Linke) forderte Weimers Rücktritt.

Auf die Frage eines Journalisten, wie er dazu stehe und ob er seine Aufgaben angesichts der ganzen Kritik noch wahrnehmen könne, antwortete Weimer ausweichend. Der Buchhandlungspreis stehe heute nicht auf der Agenda, sagte er, man könne gerne bei einer anderen Gelegenheit Auskunft geben, heute aber gehe es um die Musikindustrie.

Quelle: dpa

 

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