Wegen Huthi-Rebellen: Drohen höhere Preise für Rohstoffe und Produkte aus Fernost?

31. Januar 2024 , 15:51 Uhr

Was haben die Huthi-Rebellen mit Oberfranken zu tun? Sehr viel, macht Dr. Johanna Horzetzky, stellvertretende Bereichsleiterin International bei der IHK für Oberfranken Bayreuth deutlich.

Rund 12 bis 15 Prozent des Welthandels führen laut UNCTAD (Welthandels- und Entwicklungsgremium der Vereinten Nationen) über den Suezkanal. Dieser verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer und verkürzt die Schiffsroute etwa von China und Ostasien oder Indien zu den deutschen Häfen erheblich.

Durch die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer ist das Transportvolumen in den vergangenen beiden Monaten auf dieser Strecke um 42 Prozent eingebrochen. Statt der deutlich kürzeren Route durch den Suezkanal fahren die Schiffe nun rund um Afrika über das Kap der guten Hoffnung. Die rund 15.600 Kilometer lange Fahrt von Shanghai nach Hamburg verlängert sich so auf etwa 21.700 Kilometer.

Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Transportdauer und Preise. Der SCFI-Index etwa, der Spot-Raten unter anderem für Container-Seefracht von Shanghai nach Europa abbildet, ist in den vergangenen Tagen deutlich nach oben gegangen. Zur Jahresmitte 2023 lag er bei rund 400 Punkten, am 10. November bei 722, am 12. Januar bei 3.103 und am 26. Januar bei 2.861. „Auch wenn der Index weit entfernt ist von seinem Höchststand Ende 2021, als er auf über 5.000 Punkte angestiegen ist, die jüngste Erhöhung wird nicht ohne Auswirkungen bleiben, wenn sich die Situation nicht zeitnah deeskaliert“, so Dr. Horzetzky.

Alternativ weichen Transporteure auch auf den Mittelkorridor der neuen Seidenstraße aus, also die Strecke von China über Kasachstan nach Europa. Dr. Horzetzky: „Das Transportvolumen dort ist zuletzt deutlich angestiegen, nicht zuletzt, weil sich die Preise erheblich an Preise auf dem Seeweg angenähert haben. Deutlich schneller ist diese Strecke sowieso.“

red

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