Tarifkonflikt

Warnstreiks im Nahverkehr dauern an - teils bis Sonntag

21. März 2026 , 14:03 Uhr

In mehreren Städten stehen Busse, Trams und U-Bahnen still, der Ausstand geht mit einer Ausnahme aber in der Nacht auf Sonntag zu Ende.

Am vierten Tag des aktuellen Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr stehen Busse, Trams und U-Bahnen in mehreren Städten still. Betroffen sind unter anderem Nürnberg, Passau und Bayreuth. Fürth ist zudem bei der U-Bahn betroffen. In anderen Städten wie Dachau und Augsburg lief der von der Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt ausgerufene Streik in der Nacht aus. S- und Regionalbahnen fahren weiterhin, da sie andere Betreiber haben. 

Einschränkungen in Franken

In Nürnberg bietet die dortige Verkehrsgesellschaft einen Notfahrplan auf Basis der Nachtlinien an. Für das Fußballspiel des 1. FC Nürnberg am frühen Nachmittag hatten die Stadtwerke dazu geraten, die S-Bahnen zu nutzen.

In Bayreuth geht der Warnstreik noch bis zum Sonntagmittag. Am Samstag hatten die Stadtwerke einen Notfahrplan eingesetzt. Am Sonntagvormittag sollte es keine Fahrten geben, ab 14.40 Uhr sollte der Betrieb aber wieder normal laufen. Regionalbusse waren auch hier nicht betroffen. 

Letzter Streiktag in Passau

In Passau geht der Ausstand noch bis in die Nacht auf Sonntag. Auch hier gab es einen Streikfahrplan, da zumindest ein Teil der Busse von externen Anbietern bedient wird.

Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Am Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband an. Bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen das als unbezahlbar zurück. Ihren Berechnungen zufolge würde eine Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben.

Quelle: dpa

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