Feuer in den Alpen

Waldbrand im Chiemgau gelöscht - Katastrophenfall endet

31. Juli 2026 , 18:03 Uhr

Über Tage war die Feuerwehr mit der Bekämpfung eines Waldbrands in unwegsamem Gelände in den Chiemgauer Bergen beschäftigt. Nun melden die Einsatzkräfte Erfolg, doch es gibt noch Glutnester.

Nach dem Einsatz mehrerer Hubschrauber ist der offene Waldbrand in den Chiemgauer Alpen gelöscht. Der Katastrophenfall in der Region wird deswegen um Mitternacht beendet. Das teilte der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mit. Am Wochenende sollen «Ab- und Nachlöscharbeiten» in dem bei Unterwössen gelegenen Areal folgen und verbliebene Glutnester bekämpft werden, damit das Feuer nicht wieder aufflammt. 

«Gemeinsam mit den Kräften am Boden ist es gelungen, die offenen Feuer vollständig zu löschen», erklärte Einsatzleiter Christof Grundner. Beendet ist demnach auch die Warnung der örtlichen Bevölkerung vor möglicher Rauch- und Geruchsbelästigung, am Samstag soll auch die zwischenzeitlich gesperrte Bundesstraße 305 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Und nicht zuletzt soll auch der Wössener See – das örtliche Badegewässer – für Besucher wieder zugänglich sein. Bestehen bleibt jedoch vorerst das Betretungsverbot des Gebiets an der Lackenbergwand. 

Behörden schicken Beobachter in die Luft

Der Brand in dem steilen Bergwald auf knapp 1.000 Meter Meereshöhe war am Mittwochabend entdeckt worden, das Areal war etwa 2,5 Hektar groß. Das Landratsamt Traunstein hatte deswegen am Donnerstag den Katastrophenfall ausgerufen, am Freitag waren zeitweise sechs Hubschrauber im Einsatz – vier der bayerischen Polizei und zwei aus dem nahen Österreich. «Die Lage hat sich dank des entschlossenen und hochprofessionellen Einsatzes deutlich stabilisiert», sagte Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler). Ein Feuerwehrmann war bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden. 

Auch in den drei fränkischen Regierungsbezirken und in Niederbayern sollen am Wochenende wegen hoher Waldbrandgefahr Luftbeobachter Ausschau nach Feuern halten. Die Regierung von Mittelfranken etwa fürchtet, dass durch Ausflügler die Feuergefahr noch steigen könnte. «Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen», warnte die Behörde. Deswegen werden ehrenamtliche Piloten der Luftrettungsstaffel aufsteigen, mit in den Maschinen werden speziell ausgebildete Beobachter der Feuerwehren und der Forstämter sitzen.

In Niederbayern höchstes Waldbrandrisiko am Montag

Die Regierung von Niederbayern ordnete ebenfalls Beobachtungsflüge an. Hier sollen die Flugzeuge von Samstag bis Montag starten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll bis zum Montag nahezu flächendeckend in Niederbayern die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe erreicht sein. Die Bezirksregierungen von Ober- und Unterfranken hatten bereits ihre Luftbeobachter alarmiert.

Quelle: dpa

 

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