USA

Vorwurf sexueller Übergriffe: Demokrat gibt Kongresssitz auf

14. April 2026 , 01:23 Uhr

Der US-Demokrat Eric Swalwell legt nach Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens sein Mandat nieder. Noch 2019 hatte er nach der US-Präsidentschaft gegriffen.

Der frühere Bewerber um die US-Präsidentschaft Eric Swalwell will nach Vorwürfen sexueller Übergriffe seinen Sitz im Kongress aufgeben. Zwar werde er sich gegen falsche Anschuldigungen wehren, teilte er auf der Plattform X mit. «Ich muss jedoch die Verantwortung für die Fehler übernehmen, die ich tatsächlich begangen habe.» 

Deshalb plane er, seinen Sitz im Kongress abzugeben. Zuvor gab er bereits bekannt, aus dem Rennen um den Gouverneursposten in Kalifornien auszusteigen. Auf Details zu den Anschuldigungen ging Swalwell nicht ein.

Vorwurf der Vergewaltigung

Zuvor waren zwei Medienberichte mit schweren Anschuldigungen von Frauen veröffentlicht worden. Wie der «San Francisco Chronicle» berichtete, warf eine ungenannte frühere Mitarbeiterin Swalwell vor, sie sexuell missbraucht zu haben, als sie zu betrunken war, um ihre Zustimmung zu geben. Demnach hatten die beiden eine Beziehung in der Zeit, als Swalwell ihr Vorgesetzter war. Insgesamt vier Frauen beschuldigten Swalwell zudem im Sender CNN wegen sexuellen Fehlverhaltens – eine Frau sprach von Vergewaltigung.

Wie die «New York Times» berichtete, ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft von Manhattan gegen Swalwell. Zudem hätten ihn mehrere Demokraten zum Rückzug aufgefordert.

Der 45-jährige Swalwell ist unter den US-Demokraten eine feste Größe. Bereits 2019 warf er seinen Hut für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei in den Ring, stieg jedoch frühzeitig aus dem Rennen aus. Bei der Wahl zum Gouverneur in Kalifornien, aus der er sich nun zurückzog, gehörte er zu den aussichtsreichen Kandidaten.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

15.04.2026 US-Regierung will Urteile gegen Kapitol-Randalierer aufheben Mit einer Begnadigungswelle für verurteilte Teilnehmer des Angriffs auf das Kapitol hatte Präsident Trump zu seinem Amtsantritt für Aufsehen gesorgt. Nun geht die Regierung noch einen Schritt weiter. 13.04.2026 Britney Spears begibt sich in Entzugsklinik Die Pop-Ikone lässt sich laut Sprecherin «freiwillig» einweisen. US-Medienberichten zufolge geht der Schritt einem Gerichtstermin voraus. 10.04.2026 Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal. Viele fragen sich: Was war das für ein Auftritt? 10.04.2026 Trump mischt sich in Ungarn-Wahlkampf ein: «Wählt Orban» Der ungarische Regierungschef Viktor Orban sieht einer Wahl entgegen, die er verlieren könnte. Jetzt bekommt er Tage davor noch einmal Wahlkampfhilfe aus Washington.