Es knirscht zwischen der NGG, der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten und dem Tarifpartner, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Die NGG hatte auch 400 Gastwirten in Kulmbach, Kronach und Lichtenfels vorgeworfen, Gewinne aus der Mehrwertsteuersenkung einzustecken. Jetzt widerspricht der Gaststättenverband. Die Realität sehe anders aus: Nach der Erhöhung von 7 auf 19 Prozent Anfang 2024 seien die Preise in der Gastronomie nur um 6,6 Prozent gestiegen, viele Wirte hätten die Mehrbelastung aus eigener Tasche bezahlt, trotz Kostenlawine. Die DEHOGA wirft der Gewerkschaft ständige Nestbeschmutzung vor. Man erwarte Unterstützung von der Gewerkschaft, keine Diffamierung. Im europäischen Vergleich hätten wir in Deutschland mit die höchsten Bruttolöhne bei gleichzeitig den niedrigsten Nettolöhnen, so der Gaststättenverband. Seit 2022 seien Arbeitskosten um 34 Prozent, Energiekosten um 27 Prozent und Lebensmittelpreise um 26 Prozent gestiegen. Die 7 Prozent Mehrwertsteuersenkung seien kein Geschenk, sondern für viele Betriebe der letzte Rettungsring.
red