Flucht- und Verdunklungsgefahr

Vier Festnahmen - Millionenschaden durch Bau-Bestechungen?

12. Mai 2026 , 12:11 Uhr

Sie sollen Bestechungsgelder gezahlt oder angenommen haben: In Hessen und Bayern hat es Durchsuchungen bei Bauunternehmern und Bauleitern gegeben - und auch Festnahmen.

Mehrere Bauleiter und Bauunternehmer sollen durch Bestechungen einen Schaden von rund 12,5 Millionen Euro verursacht haben. Wegen dieses Verdachts sind 34 Objekte im Rhein-Main-Gebiet in Hessen und in Bayern durchsucht worden, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte. Dabei seien vier Beschuldigte wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr festgenommen worden.

Genaue Orte teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Insgesamt werde 28 Beschuldigten vorgeworfen, «seit 2019 Bestechungsgelder für die bevorzugte Auftragsvergabe im Baugewerbe erhalten oder gezahlt oder die Zahlung dieser Gelder verschleiert» zu haben. 

Bei den Festgenommenen handele es sich um drei Bauleiter bei bundesweit agierenden Immobilienunternehmen sowie einen Geschäftsführer eines Bauunternehmens. Die Bauleiter sollen laut Mitteilung Bestechungsgelder in Millionenhöhe erhalten haben. Der Geschäftsführer soll Bestechungsgelder gezahlt haben. Sie sollen in Untersuchungshaft kommen.

Tausende Euro unter Matratze entdeckt

«An der Maßnahme sind annähernd 300 Einsatzkräfte sowie vier Bargeldspürhunde beteiligt, um Beweismittel sicherzustellen und Vermögenswerte zu beschlagnahmen», hieß es weiter. Außerdem würden Immobilien und Kraftfahrzeuge der Beschuldigten gepfändet. Bei den Durchsuchungen sei Bargeld im fünfstelligen Bereich gefunden worden – alleine unter einer Matratze in der Wohnung eines Festgenommenen seien 14.500 Euro sichergestellt worden.

Quelle: dpa

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