Verkehr

Vielerorts Staus wegen Warnstreiks - Tunnel gesperrt

20. Januar 2026 , 18:04 Uhr

Für Autofahrer war es mancherorts ein harter Tag. Wegen Warnstreiks kam es bundesweit auf Fernstraßen zu Einschränkungen.

Autofahrer haben in einigen Teilen Deutschlands auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen mit Behinderungen zu kämpfen gehabt. Grund waren Warnstreiks im Tarifkonflikt bei der Autobahn GmbH des Bundes sowie des öffentlichen Dienstes. 

Die Gewerkschaft Verdi hatte nach eigenen Angaben mehrere tausend Beschäftigte in Autobahn-Niederlassungen, in vielen Straßenmeistereien, in Tunnel- und Verkehrsleitzentralen mobilisiert. «Es gab Kundgebungen, Demonstrationszüge, Versammlungen und andere Streikmaßnahmen an 18 Standorten quer durch die Republik», bilanzierte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle.

Ein Schwerpunkt der Aktionen war Nordrhein-Westfalen, dort sollten am Nachmittag 28 Landestunnel bestreikt werden, wie Verdi bereits am Sonntag mitgeteilt hatte. Bei elf langen Tunneln im Verlauf von Bundes- und Landesstraßen mussten Auto- und Lkw-Fahrer mit Sperrungen rechnen, wie der Landesbetrieb Straßen.NRW bekanntgab. 

Warnstreiks an 18 Standorten 

Neben Nordrhein-Westfalen gab es Aktionen auch vielerorts in anderen Bundesländern, beispielsweise in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH auch in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Hannover, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin. Der Hamburger Elbtunnel war wegen des Warnstreiks nur eingeschränkt befahrbar. Je Richtung wurde einer von drei Fahrstreifen des Autobahntunnels bis zum Abend geschlossen, wie die Autobahn GmbH mitteilte. 

Verdi unzufrieden mit Tarifverhandlungen

Der Warnstreik-Aufruf gilt rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sowie mehreren Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen. Die Gewerkschaft ist unzufrieden mit dem Verlauf der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder. Verdi fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen. 

 

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Quelle: dpa

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