Gesundheit

Viele Apotheken wegen Protesttag geschlossen

23. März 2026 , 05:00 Uhr

Wer Schnupfenspray oder Hustensaft braucht, könnte vor geschlossenen Türen stehen: Viele Apothekerinnen und Apotheker wollen am Montag protestieren. Doch für Notfälle ist gesorgt.

Viele Apotheken in Bayern bleiben am Montag geschlossen. Der Grund: Die Apothekerinnen und Apotheker treffen sich am Mittag im Rahmen eines bundesweiten Protesttages zu einer Kundgebung in München. Sie wollen dort für eine Anpassung des Honorars für rezeptpflichtige Arzneimittel demonstrieren. Der Bayerische Apothekerverband hatte deshalb im Vorfeld darum gebeten, Rezepte möglichst schon vergangene Woche einzulösen. Im Akutfall stehen jedoch Notdienstapotheken zur Verfügung.

Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Protesttages mit weiteren Kundgebungen in Berlin, Hannover und Düsseldorf. Dem bayerischen Verbandsvorsitzenden Hans-Peter Hubmann zufolge wurde das gesetzlich festgelegte Fixum für rezeptpflichtige Arzneimittel seit Jahren nicht angepasst. Dies könnten die Apotheken nicht einfach so stemmen. «Bayern hat in den vergangenen zehn Jahren über 500 Apotheken verloren. Wenn die Anpassung nicht kommt, folgen weitere mit Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit», betonte Hubmann. 

Wer eine Apotheke mit Notdienst benötigt, findet entsprechende Adressen unter www.aponet.de/apotheke/notdienstsuche. Telefonische Auskunft gibt es unter 0800 00 22833 aus dem Festnetz beziehungsweise 22833 mit dem Handy.

Quelle: dpa

 

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