Verkehr

Verkehrsdaten: Wenig Stau am Vortag der Brennersperrung

29. Mai 2026 , 18:51 Uhr

Die Befürchtung, dass am Tag vor der Demonstration am Brenner vorgezogene Fahrten die Strecke überlasten könnten, erfüllte sich nicht. Allerdings gab es auf deutscher Seite Stau.

Die befürchteten großen Staus auf der Brennerroute am Vortag der mehrstündigen Sperrung für eine Demonstration sind weitgehend ausgeblieben. Darauf deuten Zahlen des Verkehrsdatenanbieters TomTom hin. Demnach floss der Verkehr in Österreich in Nord-Süd-Richtung bis zum späteren Nachmittag flüssig, teilweise flüssiger als am vergangenen Freitag und dem mittleren Pfingstferien-Freitag des vergangenen Jahres.

Lediglich für Reisende, die von Italien Richtung Deutschland unterwegs waren, gab es um die Mittagszeit und in geringem Maße auch am Nachmittag Verzögerungen auf den beobachteten Autobahnabschnitten in Österreich.

Längere Fahrzeit auf deutscher Seite

Anders sah die Situation auf deutscher Seite aus: Zwischen Kreuz Rosenheim und der Grenze gab es vom Morgen bis zum Nachmittag deutliche Verkehrsbehinderungen. Teilweise hat sich die Fahrzeit auf der eigentlich kurzen Strecke im Vergleich zu den beiden Vergleichs-Freitagen vervielfacht. Ob dies an zusätzlichen vorgezogenen Fahrten oder Effekten am Grenzübergang liegt, war allerdings unklar.

Auch Informationen der österreichischen Autobahn-Gesellschaft Asfinag decken sich mit den TomTom-Zahlen. 

Warum wird demonstriert?

Die geplante Demonstration am Brenner richtet sich gegen die starke Verkehrsbelastung. Seit 2010 hat der Lkw-Verkehr auf dieser wichtigen Route zwischen Deutschland und Italien um rund 40 Prozent zugenommen. 

Auf der österreichischen Seite des Brenner-Passes ist am Samstag von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Autos und Motorräder kein Durchkommen. Auf italienischer Seite gilt die Sperre von 10.30 Uhr bis 20.00 Uhr.

Quelle: dpa

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