US-Zölle treffen auch oberfränkische Wirtschaft

12. März 2025 , 11:54 Uhr

In der Nacht sind die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium in Kraft getreten. Die Auswirkungen wird auch die Wirtschaft in Oberfranken zu spüren bekommen. Obwohl die EU weiterhin der wichtigste Handelspartner der USA ist, sagt Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK Oberfranken Bayreuth:

Am Ende ist es immer so, dass internationale Handelskonflikte nur Verlierer kennen. Das heißt, am Ende müssen wir auf Verhandlungen setzen und müssen sehen, dass wir mit unseren internationalen Wirtschaftspartnern, von denen die Vereinigten Staaten ein starker sind, gute Geschäfte machen können. Der Weg dahin wird ein steiniger sein, weil natürlich Reaktion immer Gegenreaktion hervorruft.

Und genau diese Gegenreaktion ist bereits eingetreten: die EU hat heute Morgen ihrerseits Zölle für US-Waren wie Motorräder, Bourbon-Whiskey, Boote oder Erdnussbutter ab April angekündigt.

red

Das könnte Dich auch interessieren

05.08.2025 Trumps Wirtschaftspolitik verunsichert oberfränkische Unternehmen Die Politik von US-Präsident Donald Trump belastet die oberfränkische Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt die IHK für Oberfranken Bayreuth in einer aktuellen Blitzumfrage. Alle befragten Unternehmen, die in geschäftlichen Beziehungen zu den USA stehen, beurteilen dieses Verhältnis aktuell als negativ. Das größte Problem: Trumps Zollpolitik. Erst vor kurzem haben sich Trump und EU-Kommissionschefin von der 03.04.2025 Trumps Zollpolitik sorgt für Unsicherheit bei oberfränkischen Unternehmen US-Präsident Trump hat neue Zölle auf die meisten Importe in die USA angekündigt. Er möchte Firmen dazu motivieren, ihre Produktionsstandorte in die USA zu verlegen. Dass dieser Plan aufgeht, so wie Trump es sich vorstellt, bezweifelt die IHK für Oberfranken Bayreuth. Janina Kiekebusch sagt, die genauen Auswirkungen seien für die Unternehmen noch nicht abzusehen: Bei 27.01.2026 IHK: "Die Konjunktur steckt fest im Frost!" Die Wirtschaft in Oberfranken kommt auch zu Beginn des neuen Jahres nicht in Schwung. Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken in Bayreuth spricht von einer „Flaute ohne Tauwetter“. Der Konjunkturindex liege weiter unter der wichtigen 100er-Marke. Besonders Industrie, Handel und Tourismus seien pessimistisch. Einziger Lichtblick: der Dienstleistungssektor. Viele Betriebe klagen über schwache Nachfrage, hohe Kosten 20.01.2026 Trump droht Frankreich mit 200-Prozent-Zöllen Wein und Champagner im Visier: Trump droht Frankreich vor Journalisten mit hohen Zöllen, um eine Teilnahme am «Friedensrat» für Gaza zu erreichen. Für Macron findet er keine guten Worte.