Urteil im Tiefkühlpizzaprozess: 11 Jahre und 4 Monate Haft

14. November 2025 , 11:38 Uhr

11 Jahre und 4 Monate Freiheitsstrafe. So lautet das Urteil in dem Prozess um versuchten Mord mit einer vergifteten Tiefkühlpizza in Bamberg. Der Angeklagte, ein Mann aus Breitengüßbach, hatte seiner Ehefrau immer wieder Gift ins Essen gemischt. Er wollte ein neues Leben mit seiner Geliebten beginnen. Das Gericht hat das Verhalten des Angeklagten verwerflich genannt – so hat der Sohn seinem Vater seine psychischen Probleme anvertraut, und der Vater hat das genutzt, um nach der Tat von sich selbst abzulenken. Außerdem findet das Gericht es egozentrisch, dass der Angeklagte nachweislich weiter Mordpläne geschmiedet hat, als seine Ehefrau nach einem gescheiterten Versuch im Krankenhaus lag. Schuldmindernd hat sich ausgewirkt, dass der Angeklagte keine Vorstrafen hat. Außerdem hat er sich entschuldigt und beiden Opfern durch sein Geständnis viel Belastung erspart. Und: Beide Opfer haben überlebt – wenn auch nur knapp.

red

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