Urteil im Fall Lena: Für Eltern noch viele Fragen offen

21. März 2024 , 05:55 Uhr

Seit Anfang Februar hat sich das Landgericht Hof mit dem Tod eines zehnjährigen Mädchens in einem Wunsiedler Kinderheim beschäftigt. Das Urteil ist zwar gefallen, viele Fragen sind aber immer noch offen. So sehen es die Anwälte der Eltern des getöteten Mädchens. Martina Fuchs-Andonie vertritt den Vater der Zehnjährigen:

„Das Urteil, ungeachtet der Höhe irgendeines Strafmaßes, wird von ihm wahrscheinlich so hingenommen werden, denn sein Kind wird nie wieder aufstehen und mit ihm spielen. Aber: Die Tatsache, dass in diesem Verfahren der Tod nicht behandelt werden konnte, wird ihn schwer treffen und wird einen Abschluss – genauso wie für die Mutter des Kindes – nur in Teilen bewirken.“

Der 26 Jahre alte Angeklagte muss siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Vergewaltigung. Getötet haben soll die Zehnjährige aber ein heute Zwölfjähriger. Der hat im Prozess ausgesagt, der Angeklagte habe ihn dazu angestiftet. Das Problem: die Aussagen des Jungen konnte das Gericht nicht verwenden. Ein Gutachter hat festgestellt, dass es sich dabei um eine Falschaussage handeln könnte.

Wie geht es mit dem Zwölfjährigen jetzt weiter? Sein Anwalt, Michael Hasslacher:

„Das wird das Jugendamt entscheiden. Im Moment jedenfalls, wird er sehr eingehend betreut. Er fühlt sich auch wohl dort. Er vermisst natürlich nur, dass er mit anderen Kindern spielen kann. Das ist für ihn die größte Strafe.“

Der Junge ist aktuell weit weg von Hof untergebracht.

red

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