Tief «Gunda»

Glatte Straßen im Westen - Viele Schulen bleiben geschlossen

12. Januar 2026 , 10:11 Uhr

Das befürchtete Unwetter hat den Westen Deutschlands erreicht. Einige Autobahnen waren spiegelglatt. In mehreren Bundesländern blieben Schüler im Distanzunterricht.

Starker Regen hat auf den gefrorenen Böden vor allem im Westen Deutschlands für gefährlich glatte Straßen gesorgt. Im Berufsverkehr ging es auf mehreren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nur sehr langsam voran. Im Sauerland wurde die Polizei zu einigen Unfällen alarmiert. Der Winterdienst war überall im Dauereinsatz. 

Am Frankfurter Flughafen wurden am Morgen wegen Schnee und Glatteis rund 100 Flüge gestrichen. Auch an den Flughäfen in München und Nürnberg wurden einige Flüge witterungsbedingt annulliert. 

Ziel: schnee- und eisfrei

Bei der Bahn kam es wegen des Unwetters zu Einschränkungen bei Regionalzügen in Niedersachsen und Hamburg. Im Fernverkehr drosselte die Bahn auf einigen Strecken die Geschwindigkeit der Züge. Insgesamt habe man einen guten Betriebsstart am Morgen erlebt, sagte aber eine Sprecherin. 

Für weite Teile Deutschlands gilt weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis. Während sich die Situation etwa am Niederrhein schon wieder entspannte, gilt die Warnung des DWD etwa für Erfurt noch bis 22.00 Uhr. Die Meteorologen riefen die Menschen auf, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es bestehe «Gefahr für Leib und Leben».

Schulen zu – aber keine Ferien

In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und in Bremen fiel der Präsenzunterricht an den Schulen am Montag wegen der Glatteis-Gefahr landesweit aus. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln. Auch in Hessen, Bayern und weiteren Bundesländern wurde der reguläre Unterricht an vielen Schulen abgesagt. Vielerorts war aber eine Notbetreuung vorgesehen.

Einen extra Tag Ferien gibt es für die Schülerinnen und Schüler deshalb aber nicht, denn viele Schulen setzen auf Distanzunterricht. «Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten», betonte etwa die nordrhein-westfälische Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.

Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.

Warmfront erreicht Ballungsgebiete schon in der Nacht

Über die großen Ballungsgebiete in Nordrhein-Westfalen war die gefährliche Warmfront bereits in der Nacht hinweggezogen, als auf den Straßen noch fast nichts los war. In Köln, Düsseldorf und Duisburg gab es den stärksten Regen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen 3.00 Uhr.

Anschließend zog das Regenband weiter nach Osten. Starken Niederschlag gab es etwa in Frankfurt, Stuttgart und Hannover. Überall traf der Regen auf gefrorene Böden – eine gefährliche Mischung.

Winterdienste im Großeinsatz

Die Winterdienste waren im Großeinsatz. Man habe in mehreren Schichten die ganze Nacht hindurch vorbeugend Salz gestreut, teilten die für den Winterdienst in Köln zuständigen Abfallwirtschaftsbetriebe mit. So sollte verhindert werden, dass sich auf den Hauptverkehrsstraßen der Domstadt Glatteis bildet.

Auf einigen Autobahnen ging es im Berufsverkehr am Morgen nur noch sehr langsam voran. In Nordrhein-Westfalen waren vor allem die A4 und die A45 im Sauerland betroffen, wie auf dem Informationsportal des NRW-Verkehrsministeriums zu sehen war. In Hessen stockte der Verkehr unter anderem rund um Kassel. Es gab auch einige Unfälle und dadurch Staus.

Quelle: dpa

 

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