Kritik an Trump-Aussagen

«Unerträglich»: Rod Stewart fordert Entschuldigung von Trump

25. Januar 2026 , 00:50 Uhr

Der US-Präsident löst mit geringschätzigen Äußerungen über den Beitrag anderer Nato-Staaten international Empörung aus. Rockstar Rod Stewart schmerzen diese «zutiefst».

Der britische Musiker Rod Stewart (81) hat mit einem eindringlichen Video auf die abfälligen Äußerungen von US-Präsident zu Nato-Truppen in Afghanistan reagiert. Er habe «großen Respekt vor unseren Streitkräften, die gekämpft und uns unsere Freiheit gegeben haben», sagte der Musiker («I am sailing») in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg in dem Instagram-Beitrag. Daher schmerze es ihn «zutiefst», wenn er lese, dass Trump «unsere Truppen in Afghanistan dafür kritisiert hat, nicht an der Front gewesen zu sein». 

Trump hatte im Sender Fox News erneut behauptet, dass die USA die Nato nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch «ein wenig» zurück geblieben, «etwas abseits der Frontlinien».

Trump soll sich entschuldigen

«Wir haben über 400 unserer Männer verloren», erklärte Stewart dazu. «Denkt an ihre Eltern. Denkt darüber nach.» Trump bezeichne sie beinahe als Feiglinge. Das sei «unerträglich». «Ich mag vielleicht nur ein bescheidener Rockstar sein», sagte Stewart, der in dem Instagram-Beitrag ein weißes Rüschenhemd und Jackett trägt und in einem prunkvollen Raum vor einem Kamin steht. Er sei aber auch ein «Ritter des Reiches» und habe seine Überzeugungen. 2016 war Stewart von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden.

An den britischen Premierminister Keir Starmer und an den Rechtspopulisten Nigel Farage, dessen Partei Reform UK seit Monaten die Umfragen anführt, gewandt, appellierte er, dafür zu sorgen, dass Trump sich entschuldigt. «Bitte!» Danach salutiert er.

Für Trumps Äußerungen hatte es international Kritik gehagelt, unter anderem auch von Prinz Harry, für den die Arbeit mit Kriegsveteranen und Hinterbliebenen von Gefallenen ein Herzensanliegen ist. Der britische Premierminister Starmer kritisierte die Äußerungen Trumps als «beleidigend» und «entsetzlich». Wenn er selbst sich derart falsch ausgedrückt hätte, würde er sich entschuldigen, sagte er.

Quelle: dpa

 

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