Frauenbewegung

U2 widmet iranischem Opfer der Frauenbewegung einen Song

23. Februar 2026 , 02:38 Uhr

Die irische Rockband U2 widmete auf ihrer neuen EP einem Opfer der iranischen Frauenbewegung einen Song. Das fand in der iranischen Community besondere Anerkennung.

Die irische Rockband U2 hat auf ihrer jüngsten EP «Days of Ash» einen Song einer jungen Iranerin gewidmet, die bei der Frauenbewegung 2022 ums Leben kam. Der Titel «Song of the Future» erinnert an die 16-jährige Sarina Esmailsadeh. Offiziell hieß es damals, sie habe sich das Leben genommen. Angehörige widersprachen jedoch und sprachen von Polizeigewalt und dass sie mit einem Schlagstock getötet worden sei. 

Die Widmung an Sarina ging im Iran sehr schnell viral und viele Perser würdigten U2-Frontmann Bono, dass er sich für die Opfer der Unruhen im Iran einsetzt. Laut U2 auf der Platform X soll «Song of the Future» Sarinas freien Geist sowie das Versprechen und die Hoffnung ihres kurzen Lebens einfangen. 

Die Frauenbewegung wurde durch den Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini ausgelöst. Die 23-Jährige war in Teheran von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil Haarsträhnen unter ihrem Kopftuch zu sehen waren. Kurz darauf starb sie im Polizeigewahrsam. Laut offiziellen Angaben starb sie eines natürlichen Todes. Kritiker hingegen behaupten, sie sei von der Sittenpolizei getötet worden. 

Daraufhin brachen im Herbst 2022 die schwersten Proteste seit Jahrzehnten aus. Die Sittenpolizei im Iran ging rigoros dagegen vor und die Justiz ließ mehrere Demonstranten hinrichten. Die Bewegung zeigte dennoch Wirkung. Seither verzichten viele Iranerinnen auf das obligatorische Kopftuch. Auch ein neues Gesetz im Parlament und strenge Strafen konnten an ihrer Haltung nichts ändern.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

19.03.2026 Iran richtet drei Männer nach Protesten hin Irans Sicherheitskräfte waren gewaltsam gegen die Unruhen im Land vorgegangen. Nun lässt die Justiz drei Teilnehmer der Aufstände hinrichten. Das weckt dunkle Erinnerungen. 11.03.2026 Tränen und Angst: Irans Fußballerinnen verlassen Australien Irans Frauen-Fußballteam kehrt nach seinem stillen Protest beim Asien Cup nach Hause zurück. Viele weinen bei der Abreise. Was Augenzeugen berichten - und warum sechs Frauen in Australien bleiben. 10.03.2026 Asyl für weitere iranische Fußballerin in Australien Eine weitere iranische Spielerin und ein Teammitglied bekommen Asyl, nachdem die Auswahl beim Asien Cup für Aufsehen gesorgt hatte. Fünf Fußballerinnen sind bereits geblieben. 10.03.2026 Iranische Fußballerinnen feiern Asyl in Australien Nach ihrem stillen Protest beim Asien Cup drohte ihnen im Iran Verfolgung. In Australien erleben fünf Fußballerinnen nun einen emotionalen Neuanfang. Aber die Sorge um den Rest des Teams bleibt.