US-Präsident Donald Trump hat angesichts eines stark umkämpften Senatsrennens in der einstigen Republikaner-Hochburg Texas erneut für den Kandidaten seiner Partei, Ken Paxton, geworben. «Stimmt für Ken. Bringt ihn da rein», forderte er bei einer Wahlkampfveranstaltung im texanischen San Antonio. «Das ist so wichtig. Es ist entscheidend.» Trump wurde bei seiner Rede wiederholt durch Proteste unterbrochen, die Polizei führte mehrere Personen ab.
Die Reise des US-Präsidenten nach Texas war bereits seine dritte in den Bundesstaat innerhalb eines Monats – ein Umstand, der zeigt, wie sehr seine Republikaner dort aktuell um ihren Senatssitz bangen. Die meisten Umfragen sahen in Texas zuletzt Paxtons demokratischen Kontrahenten James Talarico im Vorteil. Das Rennen gilt als eines derjenigen, die für den Ausgang der Senatswahlen entscheidend sein könnten. Falls der Demokrat Talarico gewinnt, wäre er der erste demokratische Senator aus Texas seit mehr als drei Jahrzehnten.
Trump knüpfte in San Antonio an die Botschaft an, die er bei seiner Wahlkampftour seit Tagen überall im Land verbreitet: «Stellt euch vor, ich stünde auf dem Stimmzettel.» Der US-Präsident hofft dadurch, mehr Republikaner zum Wählen zu bewegen. Doch inwiefern auch die republikanischen Kandidaten das als Unterstützung wahrnehmen, ist eine andere Frage.
Das Nachrichtenportal «Axios» berichtete jüngst über eine Audioaufnahme, auf der Aussagen Paxtons bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen im vergangenen Monat zu hören sein sollen. Paxton soll demnach vor Spendern und Lobbyisten gesagt haben, dass Trumps Krieg gegen den Iran und die in der Folge gestiegenen Spritpreise seinen Wahlkampf erschweren. Der Krieg ist in den USA unpopulär, und auch Trumps Beliebtheitswerte sind seit längerem im Keller.
In weniger als einem Monat, am 3. November, wählen die US-Amerikanerinnen und Amerikaner bei den Parlamentswahlen rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus. Derzeit halten Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongress-Kammern. Verlieren sie auch nur eine der beiden Kammern, muss Trump mit deutlich mehr Widerstand gegen seine Politik rechnen.
Quelle: dpa