Fußball

Trauer um den Co-Trainer Deutschlands: Peter Hermann ist tot

19. September 2026 , 22:19 Uhr

Peter Hermann war Co-Trainer unter anderem bei den Bayern, beim FC Schalke und HSV sowie bei deutschen Junioren-Teams. Er wirkte vor allem aber bei Bayer Leverkusen. Nun ist er gestorben.

Der langjährige Co-Trainer Peter Hermann ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 74 Jahren, wie Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen mit Verweis auf die Familie mitteilte. «Er war der Co-Trainer schlechthin in Deutschland. Renommierter und geschätzter in der Branche als manch ein Chefcoach», schrieb Bayer Leverkusen. 

Für den Werksclub hatte er als Interimscoach und Co-Trainer des Profiteams gearbeitet, aber auch die zweite Bayer-Mannschaft trainiert und als Scout gearbeitet. Zu den Stationen Hermanns zählte aber auch der deutsche Rekordmeister FC Bayern. 

Rechte Hand von Heynckes

«Der FC Bayern trauert um Peter Hermann, der im Alter von 74 Jahren den langen Kampf mit der Nervenkrankheit ALS verloren hat», schrieben die Münchner bei X und erinnerten an den großen Triumph vor gut 13 Jahren: «Hermann war beim historischen ersten Triple-Sieg der Vereinsgeschichte 2013 als rechte Hand von Chefcoach Jupp Heynckes ein unverzichtbarer Teil im Trainerteam…». 

Dortmunds Trainer Niko Kovac reagierte auf die Nachricht «tief traurig. Er war ein toller Mensch, er hat uns verlassen und Gott sei ihm seiner Seele gnädig», sagte Kovac bei Sky. Zu seiner Zeit als Bayern-Coach war Hermann dort auch sein Assistent. 

Viele Stationen, aber einen Club prägte Hermann besonders 

Hermann arbeitete als Co-Trainer aber unter anderem auch beim FC Schalke 04, dem Hamburger SV, zuletzt bei Borussia Dortmund oder auch Junioren-Teams des Deutschen Fußball-Bundes. 

Fast drei Jahrzehnte aber gestaltete Hermann den Fußball in Leverkusen mit. «Die gesamte Bayer 04-Familie ist tieftraurig über den Verlust eines hochgeschätzten Menschen, der den Fußball in Leverkusen über viele Jahrzehnte mitgeprägt hat», schrieb der Werksclub: «Peter bleibt unvergessen.»

Die Werkself wird am Sonntag im Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig (15.30 Uhr/DAZN) mit einem Trauerflor spielen und darüber hinaus zu Ehren von Hermann vor Spielbeginn eine Gedenkminute durch beide Mannschaften abhalten. Das gab Bayer Leverkusen am Abend bekannt. 

DFB: Hermann prägte Fußball ohne Rampenlicht

Neben zahlreichen seiner früheren Vereine nahm auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Abschied von Hermann und würdigte dessen Verdienste. «Wo Peter Hermann wirkte, wurde er nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Kompetenz, sondern auch wegen seiner charakterlichen Integrität geschätzt. Er hat den Fußball in Deutschland geprägt, ohne im Rampenlicht stehen zu wollen. Es ging dem loyalen Fußballlehrer stets darum, seine Spieler besser zu machen und mit seinen Vereinen erfolgreich zu sein», schrieb der Verband.

Quelle: dpa

 

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