Ukraine-Krieg

Tote in Russland und auf annektierter Krim

07. September 2026 , 12:21 Uhr

Die USA unternehmen einen neuen Anlauf in Vermittlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Dieser geht unterdessen weiter - mit schweren Folgen für Zivilisten.

Bei ukrainischen Gegenangriffen sind nach Angaben russischer Behörden mehrere Menschen in Russland und auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim getötet worden. In Perm mehr als 1.100 Kilometer östlich von Moskau kam laut Gebietsgouverneur Dmitri Machonin ein Mensch infolge eines ukrainischen Angriffs ums Leben. Vier weitere seien verletzt und ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden. Machonin sprach von einem massiven Angriff, bei dem 27 ukrainische Drohnen über dem Gebiet Perm abgewehrt worden seien.

In der Grenzregion Belgorod wurde nach Angaben des regionalen Zivilschutzstabs ein Mann in der Stadt Graiworon bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Eine Frau sei verletzt worden. Den Angaben zufolge wurde bei weiteren Angriffen noch ein Mensch verletzt, es habe Schäden und Brände gegeben.

Von Moskau eingesetzte Behörden: Zwei Tote auf der Krim

Auf der bereits 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim berichtete der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, dass ein Mann und eine Teenagerin bei einem ukrainischen Angriff getötet worden seien. Acht mehrstöckige Wohnhäuser wurden demnach beschädigt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland. Dabei sei eine Raffinerie im Gebiet Rjasan beschädigt worden. Demnach wurden auch Raffinerien in der Region Perm und der Republik Tatarstan anvisiert. Zudem seien Ziele im Gebiet Kursk und im Schwarzen Meer angegriffen worden.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier. Russland nutzt die Krim als Aufmarschgebiet und Nachschubbasis. Daher greift Kiew auch immer wieder dort an.

Am Wochenende hatten die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zunächst Moskau und dann erstmals Kiew besucht, um mit den Kriegsparteien über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs zu sprechen. Die USA sehen sich als Vermittler. Unmittelbare Fortschritte haben sich nach den Reisen zunächst nicht gezeigt.

Quelle: dpa

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