Viele Menschen kennen öffentliche Toiletten oder barrierefreie WCs für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer sowie Wickelmöglichkeiten für Babys. Für Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen reichen jedoch herkömmliche barrierefreie Toiletten häufig nicht aus. Sie benötigen eine Ausstattung, die ihren besonderen Bedürfnissen gerecht wird. Für diese Menschen wurde die „Toilette für alle“ im Friedrichsforum fertiggestellt, die Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel heute (18.08.) eröffnet hat.
Die „Toilette für alle“ bietet Personen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen und deren Begleitpersonen eine zusätzlich notwendige Ausstattung. Denn sie verfügt mit etwa zwölf Quadratmetern über einen ausreichend großen Raum. Außerdem enthält sie eine höhenverstellbare Liege mit abklappbarem Seitengitter. Diese ist mit 180 mal 90 Zentimeter ausreichend groß, um das Wechseln von Inkontinenzeinlagen im Liegen auch bei erwachsenen Personen zu ermöglichen. Weitere Ausstattungsmerkmale sind ein Lifter zum sicheren Transfer vom Rollstuhl auf die Liege oder Toilette sowie ein luftdicht verschließbarer Abfallbehälter für die hygienische Entsorgung von Inkontinenzmaterial.
Unterstützt wurde das Projekt vom Sparkassenverband Bayern und durch die kostenfreie Beratung der Stiftung Leben pur. Mit der neuen „Toilette für alle“ im Friedrichsforum verfügt Bayreuth nun über zwei entsprechend ausgestattete Standorte und reiht sich damit in das bundesweite Netz von inzwischen mehr als 200 „Toiletten für alle“ ein.
red