Ausgerechnet im Jubiläumsjahr gibt es Ärger bei den Bayreuther Festspielen. Nach einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung ist eine geplante Gedenkveranstaltung mit dem Publizisten Michel Friedman kurzfristig abgesagt worden. Als Grund nennt die Festspielleitung laut ntv Sicherheitsbedenken und einen zu engen Zeitplan zwischen zwei Veranstaltungen. Friedman kritisiert die Entscheidung scharf. Wer sich mit den dunklen Kapiteln der Geschichte beschäftigen wolle, dürfe solche Veranstaltungen nicht aus Angst absagen. Die Debatte ist besonders brisant: Zum 150. Jubiläum wollten sich die Festspiele ausdrücklich mit ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und mit Richard Wagners Antisemitismus auseinandersetzen.
fun, mso