Musik

Tim Bendzko: Nostalgie ist oft ein Trugschluss

21. Januar 2026 , 04:35 Uhr

Tim Bendzko räumt mit Nostalgie auf: Warum er findet, dass uns die Vergangenheit oft täuscht – und was sein neues Album damit zu tun hat.

Popmusiker Tim Bendzko (40) empfindet es als rätselhaft, dass viele nostalgisch auf die Vergangenheit blicken und sich diese zurückwünschen. «Ich habe das Gefühl, dass uns unser Hirn einen Streich spielt, sich nur die Rosinen rauspickt und wir alles, was nicht so gut war, einfach wegdrückt», sagte Bendzko der Deutschen Presse-Agentur. «Die Vergangenheit verspricht Sicherheit und ein besseres Leben. Aber es ist, glaube ich, ein Trugschluss.»

Meist würden alte Muster dazu führen, die gleichen Fehler immer wieder zu machen – sowohl im Persönlichen als auch gesellschaftlich. «Gefühlt wird alles immer freier und offener und dann kommen plötzlich wieder die Stimmen, die uns erklären, dass wir doch bitte alle davor eigentlich Angst haben sollten.»

«Was uns unterscheidet, verbindet»

Er hoffe, dass die Gesellschaft sich schnell wieder in eine andere Richtung dreht. «Ich glaube, dass gerade das, was uns unterscheidet, verbindet. Wir sollten uns nicht einreden lassen, Angst voreinander haben zu müssen und vor dem, was wir nicht kennen und das anders ist.»

Der Musiker aus Berlin, der in Brandenburg lebt, wurde vor 15 Jahren durch seinen Hit «Nur noch kurz die Welt retten» bekannt. Es folgten Popsongs wie «Wenn Worte meine Sprache wären» oder «Keine Maschine». Am Freitag veröffentlicht Bendzko sein sechstes Album «Alles, nur nicht zurück», auf dem er über den Mut zur Veränderung und private Neuanfänge singt.

Quelle: dpa

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