Fußball-Nationalmannschaft

Ter Stegen über Konkurrent Urbig: Neuer bester Lehrmeister

24. September 2026 , 12:02 Uhr

Marc-André ter Stegen ist «für den Moment» Jürgen Klopps Nummer eins. Das sagt der Erfahrene zur aktuellen Torwart-Konstellation beim DFB und zum Kronprinzen hinter Manuel Neuer in München.

Marc-André ter Stegen sieht seinen jungen Torwart-Konkurrenten Jonas Urbig in einer optimalen Entwicklungsposition beim FC Bayern München an der Seite von Manuel Neuer. «Besser lernen als neben Manu ist sehr schwierig. Dementsprechend ist er in einer tollen Situation. Er hat noch nicht den maximalen Druck, kann sich aber gut entwickeln», sagte ter Stegen vor seinem geplanten Comeback im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Amsterdam gegen die Niederlande. 

Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hat den 34 Jahre alten ter Stegen «für den Moment» zu seiner Nummer eins erklärt. In dem elf Jahre jüngeren Urbig sehen aber viele schon den Torhüter der Zukunft – in München und im DFB-Team. 

«Er ist ein toller Torwart, der sich noch nicht komplett zur Eins bei Bayern durchgesetzt hat. Wobei durchgesetzt nicht das richtige Wort ist, weil Manu nun mal immer schon die Nummer eins dort war», sagte ter Stegen, der in der Nationalmannschaft über ein Jahrzehnt lang nicht an Neuer vorbeikam.

Der 40 Jahre Neuer hat sich nach dem nächsten WM-Flop im Sommer endgültig aus der Nationalmannschaft zurückgezogen. In München hatte der Kapitän seinen Vertrag aber noch einmal für eine wohl letzte Saison verlängert.

Urbig soll danach – ein Jahr vor der EM 2028 – beim Rekordmeister zur neuen Nummer eins werden. Er bekommt schon jetzt von Trainer Vincent Kompany immer wieder Einsätze. Bei der WM war er als Trainingstorwart mit dabei.

Klopp hat für seine ersten vier Länderspiele in dieser und der kommenden Woche insgesamt fünf Torhüter nominiert und sich dabei für ter Stegen statt Oliver Baumann (36) als erfahrenen Schlussmann entschieden. 

Dazu kommen neben Youngster Urbig noch Alexander Nübel (29) von Besiktas Istanbul, der Augsburger Finn Dahmen und Noah Atubolu von Eintracht Frankfurt. «Das sind ganz tolle Torhüter, die ich hier sehe», sagte ter Stegen. Urbig, Dahmen und Atubolu warten noch auf ihr Länderspieldebüt. Urbig könnte dieses in der kommenden Woche daheim in München gegen Serbien feiern.

Pechvogel ter Stegen denkt bei Zielen «kurzfristiger»

«Ich glaube, dass wir alle auf einem guten Niveau sind und dem Trainer es so schwer wie möglich machen wollen in der Zukunft. Jeder hat seine Ambitionen, jeder hat seine Ziele», sagte ter Stegen. Sein erklärtes Ziel ist es, bei der EM 2028 doch noch endlich bei einem großen Turnier im DFB-Tor zu stehen.   

So weit mag der seit dieser Saison für Ajax Amsterdam spielende Schlussmann nach viel Verletzungspech und etlichen Rückschlägen aber noch nicht denken. «Dass ich gesund bleibe, ist das Wichtigste. Dass ich wieder in Rhythmus komme, dass ich wieder an mein Leistungsmaximum komme. Gerade wenn du eine gewisse Leidenszeit hinter dir hast, achtest du kurzfristiger auf die Geschehnisse», sagte er vor seinem 45. Länderspiel in Amsterdam.

Quelle: dpa

 

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