Die Bayreuther Justiz hat seit Anfang des Jahres ein neues Projekt am Laufen: den sogenannten Teen-Court. Junge Straftäter bekommen es bei Gericht mit Gleichaltrigen zu tun, die über sie Urteilen sollen. Unterstützt werden sie dabei von der Staatsanwaltschaft und dem Verein Fähre – mit Sozialpädagogin Tamara Kellner. Und wie läuft so eine Verhandlung ab?
…ganz individuell. Zum einen: wie ist die Aktenlage? Dann steht schon grob im Fokus: was könnte man machen. Und dann kommt es aber auch drauf an: hat die beschuldigte Person selber Ideen der Wiedergutmachung? Ganz groß im Fokus ist auch die Ressourcenorientierung – also diese Wiedergutmachung auch mit einer eigenen Stärke zu verknüpfen, um eine Anbindung zu schaffen, dass man eben eine bessere Freizeitbeschäftigung als Ladendebstelle findet.
Etwa zehn Fälle sind den Jugendrichtern in Bayreuth bisher vorgelegt worden – darunter zum Beispiel Ladendiebstahl, Sachbeschädigung und Körperverletzung.
mso