Immer mehr Kinder zeigen psychische Auffälligkeiten. Die Folgen bemerken auch entsprechende Einrichtungen bei uns in der Region. Um so wichtiger wird die fachliche Vernetzung der einzelnen Stellen. Das Bezirkskrankenhaus hat deshalb zu einem Treffen eingeladen. Mit auf der Bühne: Chefärztin Dr. med. Kerstin Hessenmöller:
Untersuchungen im letzten Jahr haben gezeigt, dass 25% unserer Kinder mittlerweile psychisch auffällig sind. Das heißt nicht psychisch krank und das müssen wir unterscheiden und das ist ganz wichtig. Und wir müssen dafür Sorge tragen, dass diese psychischen Auffälligkeiten weniger werden.
Die Expertin vermutet bestimmte Gründe hinter dem starken Anstieg:
Auf jeden Fall, die Corona-Pandemie hat ein Riesenloch und ich muss auch sagen Schaden angerichtet, denn die Kinder, die damals Kind waren, sind heute unsere Jugendlichen und sie haben viel Entwicklung nicht nehmen können, das ist das eine. Danach ging es aber weiter mit gesellschaftlichen Verunsicherungen.
Zum Beispiel: Angst vor der Zukunft und zunehmende gesellschaftliche Herausforderungen. Dr. Hessendorf ist sich sicher:
Diese Angst müssen wir den Kindern nehmen. Wir müssen Kindern eine Zukunft bieten, auch in einer Gesellschaft, die eh nicht ständig vom Wachstum geprägt ist.
Dr. Hessendorf weiter: es sei es zudem genauso wichtig auch gute Nachrichten und mehr Positivität zu verbreiten, um das Wohlbefinden der Kinder zu verbessern.
leo