Die Planungen für ein NS-Dokumentationszentrum in Bayreuth gehen weiter. Dafür hat der Stadtrat am Mittwoch (26.6.) einen Grundsatzbeschluss gefasst. Das Dokumentationszentrum soll das Denken und Wirken des NS-Regimes in Bayreuth aufarbeiten, gleichzeitig aber auch auf heutige Formen der Diskriminierung eingehen. Im Stadtrat gibt es aber auch Bedenken an so einem Projekt:
Erinnerungskultur an die NS-Zeit sei in Bayreuth wichtig. Dieser Aussage hat im Stadtrat niemand widersprochen. Die Meinungen gehen aber auseinander, wie diese Erinnerungskultur im Detail aussehen soll. Der jetzt gefasste Beschluss besagt, dass es ein Konzept geben soll, das die inhaltliche Grundlage eines Dokuzentrums festlegt. Eine Möglichkeit hat im Stadtrat mal wieder für Diskussionen gesorgt: Die Idee eines Dokuzentrums im ehemaligen Chamberlain-Haus neben der Villa Wahnfried. Ein entsprechendes Gutachten hat der Stadtrat aufgehoben. Schon im April hat der Kulturausschuss die Idee abgelehnt, nachdem die Abstimmung mit einem Patt geendet hat.
mz