Die spanische Schriftstellerin und Journalistin Cristina Fernández Cubas erhält den diesjährigen Cervantes-Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Die 81 Jahre alte Autorin werde für ihr erzählerisches Werk geehrt, mit dem sie «die zeitgenössische Kurzgeschichte erneuert und die fantastische Literatur auf Spanisch entscheidend geprägt hat», teilte das Kulturministerium in Madrid mit.
Fernández Cubas wurde 1945 in Arenys de Mar bei Barcelona geboren. Sie studierte Jura und Journalismus und arbeitete zunächst als Journalistin. Sie ist vor allem für ihre Erzählungen bekannt, machte sich aber auch als Roman-Autorin einen Namen. Ihre beiden Werke «El año de gracia» (1985, «Das geschenkte Jahr») und «El columpio» (1995, «Die Schaukel») wurden ins Deutsche übersetzt. Neben anderen Auszeichnungen erhielt Fernández Cubas 2023 auch den renommierten Nationalen Preis für spanische Literatur.
Die nach dem «Don Quijote»-Autor Miguel de Cervantes benannte Auszeichnung wird seit 1976 alljährlich verliehen. Der Cervantes-Preis ist mit 125.000 Euro dotiert. Er wird traditionell am 23. April, dem Welttag des Buches und Todestag von Miguel de Cervantes, überreicht. Die Zeremonie findet 2027 im Festsaal der Universität Alcalá de Henares bei Madrid statt.
Quelle: dpa