Im Landkreis Kulmbach sind erste Fälle des Shamonda-Virus bei Rindern aufgetreten. Betroffen sind bisher vier Milchviehbetriebe, weitere Fälle könnten hinzukommen, so Pressesprecher des Kulmbacher Landratsamt Björn Karnstädt gegenüber dem Kurier. Das Virus wird durch bestimmte Stechmücken übertragen und kann neben Rindern auch Schafe, Ziegen, Alpakas und Pferde infizieren. Typische Symptome sind Fieber, Durchfall und ein deutlicher Rückgang der Milchleistung. Besonders gefährlich ist eine Infektion während bestimmter Phasen der Trächtigkeit: Dann können Fehlgeburten oder schwere Schäden beim ungeborenen Tier die Folge sein.
Einen Impfstoff gibt es derzeit noch nicht. Als wichtigste Schutzmaßnahme gilt deshalb, die Tiere möglichst vor den übertragenden Insekten zu schützen – etwa durch Insektenabwehr und intensive Belüftung der Ställe. Für Menschen besteht laut Friedrich-Loeffler-Institut kein relevantes Infektionsrisiko.
red