Kriminalität

Seniorin verliert nach Schockanruf 125.000 Euro

23. Januar 2026 , 12:30 Uhr

Eine angebliche Krankenhausmitarbeiterin erzählt einer Seniorin am Telefon stundenlang von der vermeintlichen Krebserkrankung ihrer Tochter. Um sie zu retten, soll die Frau zahlen - was sie auch tut.

Eine Seniorin aus Eching nahe München (Landkreis Freising) hat nach einem sogenannten Schockanruf Gold und Schmuck im Wert von 125.000 Euro an Betrüger verloren. Am Telefon habe sich eine Frau als Krankenhausmitarbeiterin ausgegeben und der Seniorin von einer angeblichen schweren Krebserkrankung ihrer Tochter erzählt, teilte die Polizei mit. Um das Leben ihrer Tochter zu retten, sei eine Vorauszahlung der Behandlung von 192.000 Euro nötig. 

Die Betrüger schilderten der Seniorin in einem stundenlangen Telefonat laut Polizei, dass eine neue Art der Chemotherapie in der Schweiz notwendig sei – die von der Krankenkasse aber zu spät erstattet werde. Die Seniorin einigte sich mit den Betrügern letztlich auf die Übergabe von mehreren Schmuckstücken und Gold im Wert von 125.000 Euro. 

Ein Mann, der sich ebenfalls als Mitarbeiter des Krankenhauses ausgab, holte die Beute bei der Seniorin ab. Als ihr kurze Zeit später Zweifel kamen und sie die Polizei verständigte, war der Verdächtige verschwunden. Die Polizei bittet um Hinweise und ermittelt. Die Beamten rieten in diesem Zusammenhang erneut dazu, bei Telefonaten mit Unbekannten aufzulegen, wenn diese Druck aufbauen wollen.

Quelle: dpa

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