Mehrere Opfer in Deutschland

Schweizer wegen Kryptobetrugs auf Menorca festgenommen

20. Oktober 2026 , 17:09 Uhr

Eine Plattform verspricht Anlegern hohe Renditen mit Kryptowährungen. Doch mehrere Menschen in Deutschland erhalten weder Gewinne noch ihr Geld zurück. Auf einer Urlaubsinsel klicken die Handschellen.

Wegen mutmaßlichen Anlagebetrugs mit Kryptowährungen hat die spanische Polizei auf der Balearen-Insel Menorca einen Schweizer festgenommen, der von deutschen Behörden gesucht wurde. Der Verdächtige sei am Samstag im Hafen der Stadt Ciutadella verhaftet worden, kurz bevor er nach Mallorca aufbrechen wollte, teilte die Polizei mit. Gegen den Verdächtigen lag demnach ein Europäischer Haftbefehl zur Auslieferung nach Deutschland vor.

In den Jahren 2020 und 2021 soll der Mann mehrere Menschen in Deutschland um insgesamt rund 100.000 Euro betrogen haben. Er sei für ein Unternehmen verantwortlich gewesen, das über eine Plattform Investitionen in Kryptowährungen angeboten und wöchentliche Renditen zwischen 0,5 und drei Prozent garantiert habe, hieß es in der Mitteilung der «Policía nacional». Die Anleger erhielten jedoch weder die versprochenen Gewinne noch ihr Geld zurück.

Nach der Festnahme wurde der Mann der Justiz überstellt. Eine Richterin des Nationalen Gerichtshofs in Madrid ordnete inzwischen Untersuchungshaft an. Weitere Informationen zu den mutmaßlichen Opfern und zur Identität des Verdächtigen wurden vorerst nicht bekanntgegeben.

Quelle: dpa

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