Kriminalität am Bau

Schwarzarbeit am Bau? Zoll-Razzia am Untermain

27. Oktober 2026 , 11:34 Uhr

Rund 180 Zollbeamte durchsuchten Wohn- und Geschäftsräume am Untermain. Im Fokus: Vier Unternehmer und der Verdacht auf Schwarzarbeit – doch was finden die Ermittler?

Mit einer großangelegten Razzia ist der Zoll am Untermain gegen einen möglichen Betrug in der Baubranche vorgegangen. Seit den frühen Morgenstunden durchsuchten etwa 180 Einsatzkräfte insgesamt 17 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern und Hessen, wie das Hauptzollamt Schweinfurt mitteilte. 

Beschuldigt werden vier Unternehmer im Alter von 30 bis 72 Jahren, die unter anderem Sozialversicherungsbeiträge für ihre Mitarbeiter nicht abgeführt haben sollen. Zudem werden ihnen das Einschleusen von Ausländern sowie Betrug zulasten der Sozialkasse des Gerüstbaus vorgeworfen. Wegen der laufenden Ermittlungen machte der Zoll keine Angaben zur Schadenshöhe. Schwerpunkt war der Raum Aschaffenburg.

Die Ermittler wollten bei ihrer Aktion auch ausländische Arbeitskräfte vernehmen. Es bestehe der Verdacht, dass die überwiegend aus Südosteuropa stammenden Menschen von den Beschuldigten ohne die hierfür notwendige Erlaubnis an andere Unternehmen der Baubranche verliehen wurden. Auch soll ein Teil der Arbeiter womöglich keine Arbeitserlaubnis für Deutschland haben.

Bei den Razzien wurden nach Zoll-Angaben umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter auch Computer und Smartphones. Außerdem seien fünf Arbeitskräfte aus Südosteuropa angetroffen worden, die sich illegal in Deutschland aufhalten sollen.

Quelle: dpa

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