Rüstungsindustrie

Schaeffler baut Kampfdrohnen mit französischem Partner

19. Juni 2026 , 13:43 Uhr

Bisher war Schaeffler vor allem als Zulieferer für die Autoindustrie bekannt. Jetzt baut das fränkische Unternehmen auch Komponenten für die Rüstungsindustrie.

Das bisher vor allem für die Autoindustrie tätige Zulieferunternehmen Schaeffler will gemeinsam mit einem französischen Partner von November an täglich 100 Kampf- und Abfangdrohnen herstellen. Die Drohnen sollen in einem Werk des französischen Partners Delair in Frankreich produziert werden, teilte Schaeffler in Herzogenaurach mit. Zunächst sollen Drohnen des Typs Damocles und Abfangdrohnen des Typs Aspik hergestellt werden. Schaeffler wolle Komponenten liefern und dazu beitragen, die Produktion bei Delair für größere Ausstöße zu ertüchtigen. 

Schaeffler gehört zu den weltweit zehn größten Zulieferunternehmen der Autoindustrie. Zuletzt hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die traditionellen Tätigkeitsfelder, etwa die Herstellung von Komponenten für klassische Autoantriebe, derzeit kein Wachstum generieren. Schaeffler will deshalb neue Geschäftsfelder erschließen – unter anderem bei der Herstellung von Komponenten für humanoide Roboter, in der Raumfahrt sowie in der Rüstungsindustrie.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

18.06.2026 Keine EU-Bedenken: Bund darf bei Panzerbauer KNDS einsteigen Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS stellt unter anderem Panzer her. Die Bundesregierung will einsteigen. 17.06.2026 Rüstungskonzern KNDS will Produktion in Deutschland ausbauen Mit zwei neuen Produktionsstätten will der Panzerbauer die Fertigung in Deutschland erweitern. Was zu neuen Jobs und Standortdetails bekannt ist. 08.06.2026 Deutsch-französisches Kampfjet-Projekt gescheitert Vor neun Jahren entstand die Idee eines deutsch-französischen Kampfjets. Nach viel Hin und Her haben Merz und Macron das wichtigste Prestigeprojekt der europäischen Rüstungskooperation nun gestoppt. 28.05.2026 Pistorius will strategische Partnerschaft mit Kanada US-Präsident Trump hat mit mehreren Nato-Partnern Streit vom Zaun gebrochen, auch mit Kanada. Der deutsche Verteidigungsminister wirbt in Ottawa um weitreichende Zusammenarbeit.