Prozess gegen Roland K.: Anklage auf Anstiftung zum Mord und Misshandlung mit Werkzeugen

13. Januar 2025 , 15:15 Uhr

+++ UPDATE 15:00 +++

Am ersten Verhandlungstag gegen Roland K. aus Mainleus ist heute (Mo) die Anklage verlesen und die ersten Zeugen gehört worden.

Eine Aussage wollte Roland K. nicht machen. Erst wollen er und sein Verteidiger die Zeugenaussagen der ehemaligen Mitbewohner Marcel E. und Tina H. am Mittwoch abwarten.
Im Zeugenstand war heute unter anderem eine Kripobeamtin. Sie hat Fotos des übel zugerichteten Heiko F., das Innere der Trinker WG und mehrere Gegenstände, mit denen zugeschlagen worden sein soll gezeigt.
Die Tochter von Heiko F. tritt in diesem Verfahren als Nebenklägerin auf. Ist selbst aber nicht vor Ort.
Der nächste von insgesamt 10 Verhandlungstagen ist am Mittwoch.
Roland K. wird schwere Körperverletzung in Tatmehrheit mit Anstiftung zum Mord an Heiko F. in Mainleus im Februar 2023 vorgeworfen.

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Vor dem Landgericht in Bayreuth läuft der Prozess gegen Roland K. aus Mainleus, den ehemaligen „Chef“ der Trinker-WG  im grünen Haus in der Spinnereistraße. Der Vorwurf lautet auf schwere Köprerverletzung in Tatmehrheit mit Anstiftung zum Mord an Heiko F. im Februar 2023.

Vor der Schwurgerichtskammer in Bayreuth wollen einige wenige einige Zuschauer den Prozess gegen Roland K. mitverfolgen. Der Angeklagte wird aus der U-Haft ins Gericht gebracht. Am ersten Tag heute wird die Anklage verlesen und dann geht es um die Frage, wie verhandlungsfähig und auch schuldfahig Roland K. ist. In diesem Verfahren werden 21 Zeugen gehört, plus forensische Psychiater und andere Mediziner.

Roland K., der im Rollstuhl sitzt, ist außerdem angeklagt, einen weiteren Mitbewohner in der Trinker-WG mit gefährlichen Werkzeugen misshandelt zu haben.
Für das Hauptverfahren rund um den Tod von Heiko F. hat die 1. Strafkammer am Landgericht Bayreuth bisher zehn Verhandlungstage bis Anfang Februar vorgesehen.

red

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