Krieg in der Ukraine

Prinz Harry überraschend in Kiew eingetroffen

23. April 2026 , 14:09 Uhr

Der jüngere Sohn von König Charles III. war seit Kriegsbeginn bereits mehrfach in der Ukraine. Im Auftrag der Krone ist er allerdings nicht unterwegs.

Der britische Prinz Harry ist Berichten zufolge zu einem Überraschungsbesuch in Kiew eingetroffen. Auf der Webseite der britischen Boulevardzeitung «The Sun» waren Bilder und ein Video von der Ankunft des 41-jährigen Royals am Bahnhof der ukrainischen Hauptstadt zu sehen. Es ist bereits der dritte Besuch des jüngeren Sohns von König Charles III. (77) seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022.

Harry nimmt demnach an der Konferenz Kiewer Sicherheitsforum teil und trifft unter anderem Teilnehmer des von ihm gegründeten Sportwettbewerbs Invictus Games für kriegsversehrte Veteranen. Auch ein Besuch bei Mitarbeitern der Minenräumorganisation Halo Trust steht demnach auf dem Programm. Seine Mutter Prinzessin Diana hatte dem Halo Trust im Jahr 1997 weltweit Beachtung verschafft, als sie in Schutzkleidung durch ein teilweise geräumtes Minenfeld in Angola wanderte.

Harry ist auf eigene Faust unterwegs

«Es ist gut, wieder in der Ukraine zu sein, ein Land, das mutig und erfolgreich Europas östliche Flanke verteidigt», zitierte die «Sun» den Prinzen. Es sei wichtig, nicht aus den Augen zu verlieren, welche Bedeutung das habe, fügte Harry demnach hinzu. An den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, sagte Harry laut der britischen Nachrichtenagentur PA: «Präsident Putin, kein Land profitiert von dem andauernden Verlust von Menschenleben, den wir beobachten.» Er warf der russischen Invasionsarmee zudem «systematische Kriegsverbrechen» vor.

Prinz Harry ist nicht im Auftrag des britischen Königshauses, sondern auf eigene Faust unterwegs. Der Herzog von Sussex und seine Frau, Herzogin Meghan (44), haben sich vor gut sechs Jahren vom engeren Kreis der britischen Königsfamilie losgesagt. Sie leben inzwischen mit den gemeinsamen Kindern Prinz Archie (6) und Prinzessin Lilibet (4) im US-Bundesstaat Kalifornien.

Quelle: dpa

 

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