Polizeibericht 05.03.2026

05. März 2026 , 14:11 Uhr

Rentnerin mit Softairwaffe erschreckt – zwei 15 Jährige von der Polizei festgenommen

BAYREUTH. Zwei Jugendliche zielten im Vorbeigehen einer Dame mit einer Softairpistole ins Gesicht.

Heute, gegen 10:00 Uhr, wandte eine Dame sich an eine Polizeistreife, die gerade ein Versammlungsgeschehen in der Fußgängerzone betreuten und teilte mit, dass sie soeben beim Passieren der Fußgängerbrücke vom Rotmaincenter kommend, in Richtung Maximilianstraße von zwei jungen Männern bedroht worden war.

Einer der beiden jungen Männer habe im Vorbeilaufen eine Pistole gezogen und der verschreckten Dame ins Gesicht gehalten. Die Jugendlichen waren dann weiter in Richtung Rotmaincenter gelaufen, hatten gelacht und der Dame hinterhergerufen, dass es sich nur um eine Spielzeugwaffe handle. Die schockierte Rentnerin gab auf Nachfrage an, nicht beurteilen zu können, ob es sich tatsächlich um eine Spielzeugwaffe gehandelt habe, da diese schwarz war und für sie wie eine ganz normale Pistole aussah.

Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung mit zivilen und uniformierten Polizeikräften, konnten die beiden jungen Männer, nur wenige Minuten später, am Radweg im rückwärtigen Bereich des Rotmaincenter festgenommen werden.

Einer der beiden Jugendlichen führte, offen getragen, eine auf den ersten Blick tatsächlich täuschend echt aussehende Softairpistole mit sich. Der zweite junge Mann hatte sich kurz vor der Festnahme seiner Softairpistole entledigt, diese konnte jedoch durch eine zivile Streifenbesatzung aufgefunden und sichergestellt werden. Die beiden Jugendlichen werden sich einem Strafverfahren stellen müssen, zudem waren die Waffen sichergestellt und die Jugendlichen an die Eltern übergeben worden.

Die Polizei bittet darum, Zeugen, die den Vorfall oder die beiden jungen Männer mit den Softairpistolen gesehen haben oder vielleicht selbst von den beiden Heranwachsenden bedroht wurden, sich bei der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt unter der Telefonnummer 0921-5062130 zu melden.

 

Polizei und Ärzteschaft ziehen gemeinsam an einem Strang – Plakate gegen Callcenterbetrug jetzt in Arztpraxen

BAYREUTH / OBERFRANKEN. Die Polizei Oberfranken erweitert ihre Präventionsarbeit gegen Callcenterbetrug und setzt dabei auf eine neue starke Partnerschaft: Gemeinsam mit dem ärztlichen Kreisverband Bayreuth werden die bekannten Präventionsplakate künftig in regionalen Arztpraxen ausgehängt.

Zum Auftakt der Aktion trafen sich Dr. Rausch, Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Bayreuth, und Dominik Klose, kriminalpolizeilicher Fachberater der Kriminalpolizei Bayreuth. Ziel ist es, eine Vielzahl von Arztpraxen im Raum Bayreuth mit entsprechen Plakaten auszustatten.

Die Maßnahme richtet sich insbesondere an ältere Menschen, die häufig Ziel perfider Betrugsmaschen wie dem sogenannten Schockanruf werden. Gleichzeitig sollen auch jüngere Generationen sensibilisiert werden, die ihre Eltern oder Großeltern über die Vorgehensweise der Täter aufklären können.

Die Plakate waren bereits im vergangenen Jahr Teil einer erfolgreichen Stadtbuskampagne. Über einen QR-Code gelangen Interessierte direkt zu dem eindrucksvollen Präventionsvideo der Polizei Oberfranken. Darin schildert eine Geschädigte ihre persönlichen Erlebnisse, ergänzt durch Originalmitschnitte eines echten Betrugsanrufs. Ziel ist es, die manipulativen Methoden der Täter realitätsnah aufzuzeigen und potenzielle Opfer frühzeitig zu warnen.

„Betrüger setzen gezielt auf Angst, Zeitdruck und Isolation. Deshalb ist es wichtig, die Menschen an Orten zu erreichen, an denen sie sich in Ruhe mit einem Thema auseinandersetzen können“, erklärt Dominik Klose von der Kriminalpolizei Bayreuth. „In Arztpraxen erreichen wir zudem viele Bürgerinnen und Bürger, die möglicherweise aktuelle Warnhinweise nicht regelmäßig verfolgen. So schaffen wir zusätzliche Aufmerksamkeit und stärken die Prävention dort, wo sie besonders gebraucht wird.“

„Auch wir als Ärzteschaft sehen es als wichtigen Beitrag, gesellschaftliche Themen aufzugreifen, die unsere Patientinnen und Patienten unmittelbar betreffen“, betont Dr. Rausch. „In unseren Praxen erreichen wir täglich viele Menschen unterschiedlichster Altersgruppen. Wenn wir durch das Aushängen der Plakate dazu beitragen können, über die perfiden Maschen der Betrüger zu informieren und Gespräche in den Familien anzustoßen, unterstützen wir diese Initiative sehr gerne.“

Die Polizei appelliert weiterhin: Bei unbekannten Anrufen misstrauisch bleiben, keine persönlichen Daten preisgeben und niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Fremde übergeben. Im Zweifel gilt – sofort auflegen und selbstständig die Polizei unter 110 verständigen.

 

Kind sexuell missbraucht – 49-Jähriger in Untersuchungshaft

HOF. Ein 49-jähriger Mann soll in den letzten Jahren einen neunjährigen Jungen mehrfach schwer sexuell missbraucht haben. Polizisten nahmen den Verdächtigen fest, er befindet sich inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof in Untersuchungshaft.

Im Herbst 2025 erstattete die in München wohnende Mutter des Kindes Anzeige gegen den 49-jährigen Deutschen. Der Mann, der in einem Kinderheim in Wunsiedel in leitender Position beschäftigt ist, soll sich zwischen 2023 und 2025 mehrfach an dem Jungen vergangen haben, der bis September 2024 in diesem Kinderheim untergebracht war.

Die Taten sollen nicht in dem Kinderheim in Wunsiedel stattgefunden haben, sondern am Wohnort des Mannes in Hof. Beamte der Kriminalpolizei Hof durchsuchten daraufhin das Anwesen des Tatverdächtigen und fanden mehrere Beweismittel auf.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof erließ ein Ermittlungsrichter am Mittwochnachmittag einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann. Er befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht kein Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch und der Tötung einer 10-jährigen Heimbewohnerin im April 2023 in diesem Kinderheim.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen und zum Schutz des Persönlichkeitsrechts des Kindes können über diese Presseerklärung hinaus keine weitergehenden Angaben gemacht werden, wofür um Verständnis gebeten wird.

 

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