Busbrand

Schweizer Polizei: Opfer-Identifizierung könnte Tage dauern

11. März 2026 , 07:47 Uhr

Nach dem schweren Busbrand in der Schweiz kann die Polizei noch keine Angaben zu den Identitäten der Opfer machen. Eine Pressekonferenz soll am Nachmittag weitere Informationen bringen.

Die Identifizierung der sechs Toten des Busbrandes in der Schweiz könnte laut Polizei mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die dazu notwendigen forensischen Arbeiten liefen, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Freiburg der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Mittwochmorgen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet, die Behörden im Kanton Freiburg im Westen der Schweiz wollen um 14 Uhr auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren.

Das völlig ausgebrannte Wrack des Busses wurde in der Nacht geborgen. Nach umfangreicher Spurensuche wurde die Straße mitten im Ort am Morgen wieder freigegeben. Auf dem Asphalt waren nur noch Brandspuren zu sehen, wie eine Reporterin des Senders SRF berichtete.

Berichte über verschüttetes Benzin

Sechs Menschen kamen bei dem Brand in der Gemeinde Kerzers am Dienstagabend ums Leben, vier weitere und ein Sanitäter wurden verletzt. In sozialen Medien waren dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus zu sehen. Das Gefährt stand lichterloh in Flammen und brannte völlig aus. «Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein», hatte die Polizei am späten Abend mitgeteilt. Sie wollte sich zunächst nicht dazu äußern, ob es sich um einen Terroranschlag handelte.

Medien berichteten nach Aussagen von Augenzeugen, dass sich im Bus jemand mit einer Flüssigkeit übergossen und angesteckt hatte. Diese Informationen lagen der Polizei vor, wie eine Sprecherin in der Nacht sagte. Sie würden geprüft. Die Polizei bat weitere Zeugen, die das Geschehen beobachteten, sich zu melden. Bestätigen könne sie das aber zunächst nicht.

Kerzers liegt rund 26 Kilometer westlich von Bern. Der Freiburger Staatsrat und Bundespräsident Guy Parmelin sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Erst in der Silvesternacht hatte es in der Schweiz ein schweres Unglück gegeben. Bei einer Silvesterparty war in einer Bar im Skiort Crans-Montana ein Feuer ausgebrochen. 41 Menschen kamen durch das Unglück ums Leben.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

12.02.2026 Schweiz: Polizei schützt Barbetreiber vor wütenden Familien Tränen, Wut und schwere Vorwürfe: Vor der neuen Befragung der Betreiber der Le Constellation-Bar eskaliert die Stimmung zwischen Angehörigen und Beschuldigten. Warum Polizeischutz nötig war. 11.03.2026 Sechs Tote bei Brandinferno in Linienbus in der Schweiz Meterhohe Flammen, Rauch bis in den Himmel: In Kerzers wird ein Linienbus zum Inferno. Was Zeugen berichten – und was die Polizei über die Ursache weiß. 09.03.2026 Nach Crans-Montana-Brand: Ermittlungen gegen Bürgermeister Nach dem Feuerdrama in Crans-Montana geraten nun der Bürgermeister und vier weitere Personen ins Visier der Ermittler. Wer trägt Schuld an der Silvestertragödie mit 41 Toten? 06.03.2026 Pyrotechnik-Verbot in öffentlichen Räumen der Schweiz 41 Tote und zahlreiche Verletzte nach dem Brand von Crans-Montana – jetzt reagieren die Schweizer Behörden: Pyrotechnik in öffentlich zugänglichen Räumen ist ab April verboten.