Polizei: Bilanz der Silvesternacht in Bayreuther Region

01. Januar 2026 , 10:28 Uhr

Die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt waren in der Silvesternacht stark gefordert, es kam jedoch zu keinen gravierenden Sicherheitsstörungen. Die Innenstadt war erwartungsgemäß sehr gut besucht, die Böllerverbotszone wurde dennoch zum größten Teil beachtet. Es kam zu mehreren Körperverletzungsdelikten bei denen auch eine Person mittelschwer verletzt wurde. Zwei Personen mussten die Nacht in der Gewahrsamszelle verbringen. Eine Polizeibeamtin wurde während eines Einsatzes unabsichtlich von einem Feuerwerksköper getroffen und zog sich hierbei eine leichte Verbrennung zu. Insgesamt kam es zu vier Bränden von Mülltonnen, die vermutlich durch noch heiße Feuerwerkskörper verursacht wurden. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf ca. 1.000 €.

Um 21.30 Uhr zündete ein 24-Jähriger aus Halle in der von-Römer-Straße (Böllerverbotszone) einen Feuerwerkskörper und wurde daher von zwei Passanten darauf hingewiesen. Daraufhin zog der 24-Jährige einen Schlagring aus seiner Jackentasche und bedrohte die Passanten, welche daraufhin Schutz in einer nahegelegenen Pizzeria suchten. Die verständigten Polizeibeamten konnten den Täter in der Kanalstraße stellen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten neben dem Schlagring noch zwei Feuerwerkskörper aus dem Ausland ohne entsprechende Zulassung sowie ein Klappmesser. Der junge Mann hat ein persönliches Waffenbesitzverbot und hielt sich zudem noch in der Waffenverbotszone auf. Die genannten Gegenstände wurden beschlagnahmt. Auf den Mann kommen mehrere Anzeigen unter anderem wegen Bedrohung zu

Pünktlich zum Jahreswechsel kamen zwei Männer in der Scheffelstraße in Streit, bis schließlich der jüngere der beiden ein 21-jähriger aus Speichersdorf seinen 45-jährigen Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht schlug. Der 45-jährige wurde mit Verdacht auf Jochbeinbruch ins Klinikum Bayreuth eingeliefert. Mehrere Zeugen konnten den Vorfall beobachten. Der eigentliche Grund für den Streit konnte bislang nicht ermittelt werden.

Eine 17-Jährige aus Mistelbach wurde gegen 00:20 Uhr leicht verletzt, als mehrere Feuerwerkskörper in ihrer direkten Nähe explodierten. Die junge Frau klagte über Ohrenschmerzen, zudem waren in ihrer Strumpfhose zwei Brandlöcher. Ein Verursacher ist noch nicht bekannt. Es wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Um 00:30 Uhr wurde eine Polizeibeamtin während eines Einsatzes in der Nähe des Rathauses von einem Teil einer Feuerwerksbatterie getroffen. Ein 44-jähriger Mann Warf diese zuvor versehentlich um während sie schon entzündet war, sodass die Geschosse in Richtung der Einsatzkräfte flogen. Dabei löste sich ein heißer Splitter, der sich in den Haaren der Beamtin verfing. Die Polizistin zog sich eine leichte Verbrennung der Kopfhaut zu. Auch hier wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Zur gleichen Zeit schoss ein 24-jähriger Kulmbacher mit einer Schreckschusspistole aus seinem Auto. Er wurde daher durch eine Polizeistreife kontrolliert. Der 24-Jährige konnte für die die Pistole keinen entsprechenden Waffenschein vorzeigen. Auf ihn kommt eine Anzeige zu, außerdem wird die Führerscheinstelle über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Waffe stellten die Beamten sicher.

Gegen 01:00 Uhr griff ein ebenfalls 24-Jähriger in der Hedwigstraße eine Gruppe Jugendlicher unvermittelt mit Faustschlägen an. Die vier 15-Jährigen, drei Jungen und ein Mädchen, wurden allesamt leicht im Gesicht verletzt. Der Täter räumte die Tat vor Ort ein und gab an, dass ihn die Jugendlichen provoziert hätten.

Um 04:30 Uhr verständigte ein 28-jähriger Mann aus Wesel die Polizei.  Er wäre Gast einer Diskothek in der Innenstadt, sei dort von einem Security geschubst worden und wolle diesen nun anzeigen. Während der Anzeigenaufnahme verhielt sich der Gast massiv aggressiv gegenüber der Polizei und weiterer Gäste. Als die Beamten die Anzeige aufgenommen hatten, weigerte sich der Gast vehement die Örtlichkeit zu verlassen und musste schließlich in Gewahrsam genommen werden. Unabhängige Zeugen vor Ort teilten den Beamten mit, dass der Gast zuvor mit zwei Schnapsflaschen in den Raucherbereich wollte. Der Security habe ihm lediglich die Flaschen abgenommen.

red

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