Tiere

Platz für Pandas: Paviane von Hellabrunn ins Ausland verlegt

27. Mai 2026 , 11:18 Uhr

Der Münchner Tierpark soll zwei Riesenpandas bekommen. Dafür muss Platz geschaffen werden. Jetzt wurde das erste Gehege für die prestigeträchtigen Tiere freigeräumt. Welche Art noch weichen muss.

Um Platz für die neuen Pandas zu schaffen, hat der Münchner Tierpark Hellabrunn seine Mantelpaviane nach Bosnien und Algerien abgegeben. Der Transport sei unkompliziert verlaufen, alle Tiere seien wohlauf, teilte der Zoo mit. Und ergänzte: «Der Umzug der Paviane ist zugleich ein erster wichtiger Meilenstein für das Großprojekt Panda, denn die bisherige Pavian-Anlage wird künftig Teil der neuen Panda-Anlage sein.»

Dort sollen 2028 zwei Riesenpandas einziehen. Sie sind eine Leihgabe der Volksrepublik China, die die Bären seit mehr als 50 Jahren nach politischen Gesichtspunkten ins Ausland verleiht. München bekommt nach Berlin als zweiter Tierpark in Deutschland Riesenpandas. Die Tiere gelten in der freien Wildbahn als gefährdet.

Der Spatenstich für das neue Panda-Gehege werde in einigen Monaten sein, teilte der Tierpark Hellabrunn nun mit. Die zweite Hälfte der Anlage entstehe auf dem Gelände der bisherigen Lama-Anlage. Die dort lebenden Tiere würden im Laufe des Jahres in das Hellabrunner Mühlendorf umziehen, das ist die bayerisch-alpine Themenwelt des Tierparks.

Mantelpaviane sorgen für ungewöhnlichen Einsatz beim Zoll

Die 23 Mantelpaviane wurden derweil bereits in zwei Gruppen aufgeteilt und nach ausführlichen Gesundheitschecks mit einem Tiertransport-Unternehmen über den Landweg nach Bosnien beziehungsweise per Flugzeug nach Algerien gebracht. Auch für erfahrene Zollbeamte kein alltägliches Dienstgeschehen, wie das Hauptzollamt München betonte. 

Da Tiere zollrechtlich als Waren gelten, musste für den Transport eine ordnungsgemäße Ausfuhranmeldung beim zuständigen Zollamt eingereicht werden. Ferner unterliegen Mantelpaviane dem internationalen Artenschutz. Für jedes einzelne Tier war daher eine gültige Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Die Beamten hätten daher nicht nur die Dokumente, sondern auch jedes einzelne Tier angeschaut und überprüft, erläuterte ein Zoll-Sprecher das Prozedere am Flughafen.

«Der Schutz bedrohter Tierarten endet nicht an den Grenzen. Mit den Kontrollen stellt der Zoll sicher, dass internationale Artenschutzbestimmungen eingehalten werden und geschützte Tiere nur mit den erforderlichen Genehmigungen transportiert werden» erläuterte der Sprecher des Hauptzollamts, Thomas Meister.

Quelle: dpa

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