Eiskunstlauf

Paarlauf-Duo Hase/Volodin bei Olympia vor Kür auf Goldkurs

15. Februar 2026 , 23:44 Uhr

Mehr als drei Jahre haben Minerva Hase und Nikita Volodin auf die Olympischen Winterspiele in Italien hingearbeitet. Im Kurzprogramm zeigen sie eine starke Vorstellung - und dürfen von Gold träumen.

Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase/Nikita Volodin ist nach dem Kurzprogramm bei den Olympischen Winterspielen in Italien auf Goldkurs. Die Vizeweltmeister präsentierten eine fehlerfreie Tango-Vorstellung und dürfen damit vor der Kür am Montag (20.00 Uhr) weiter vom ganz großen Coup träumen. Hase/Volodin erhielten für ihre Darbietung 80,01 Punkte und zeigten im Gegensatz zu den anderen Favoriten-Duos keine Nerven.

«Wir sind sehr glücklich über den ersten Part, aber die großen Emotionen sparen wir uns noch auf», sagte Hase nach einer starken Leistung. «Wir wollten gerne, dass es sich wie ein Training anfühlt, also dass wir Olympia und den Stress ausblenden.»

Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Anastasia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien beträgt 4,55 Zähler. Dritter sind die Kanadier Lia Pereira und Trennt Michaud (74,60 Punkte). Das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel belegt nach einer guten Vorstellung ohne groben Fehler mit 67,52 Punkten den elften Rang.

Hase/Volodin wollten sich auf sich besinnen

Der deutsche Fokus lag aber auf Medaillenhoffnung Hase/Volodin, die seit mehr als drei Jahren ein Eiskunstlauf-Paar sind. Alles war bei den beiden auf die Olympischen Spiele ausgelegt. Dabei hatte der gebürtige Russe Volodin erst im vergangenen Jahr den für die Olympia-Teilnahme notwendigen deutschen Pass erhalten. Im Kurzprogramm lieferten die Europameister von 2025 trotz der großen Erwartungen ab.

«Wir besinnen uns darauf, was wir beeinflussen können», hatte Hase vor dem Wettbewerb gesagt – und das klappte auch. Das in Berlin trainierende Duo präsentierte sich wie erhofft in Topform und zeigte eine saubere Vorstellung, ohne Nerven zu zeigen.

Die beiden 26-Jährigen zeigten sich auch stark verbessert im Vergleich zur Europameisterschaft vor einem Monat im britischen Sheffield, als sie viele Fehler in die Programme einstreuten und sich mit dem zweiten Platz hinter Metelkina/Berulawa begnügen mussten.

Nächster deutscher Gold-Coup im Paarlauf möglich

Die letzte deutsche Eiskunstlauf-Medaille bejubelten Aljona Savchenko und Bruno Massot vor acht Jahren in Pyeongchang, als sie mit einer Traum-Kür noch Gold geholt hatten. Auch dieses Mal winkt der Olympiasieg. Ähnlich wie Savchenko/Massot benötigen aber auch Hase/Volodin eine starke Kür.

Quelle: dpa

 

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