Onesto zieht sich als Investor der Tigers zurück

14. Februar 2026 , 10:05 Uhr

Paukenschlag beim Bayreuther Eishockey! Das Unternehmen onesto hat heute (14.2.) angekündigt, für die kommende Saison keine Lizenz mehr für eine Teilnahme an der Oberliga Süd zu beantragen. Geschäftsführer Thomas Lünenborg:

Also Fakt ist, dass wir uns am Ende der Saison zurückziehen. Aber jetzt spielen wir erstmal die Saison vernünftig zu Ende. Wir haben ein Ziel, die Pre-Playoffs zu erreichen, in den Pre-Playoffs zu spielen, und danach äußern wir uns weiter.

Die Tigers haben dem Stammverein EHC Bayreuth zunächst angeboten, die Geschäftsanteile kosten- und schuldenfrei zu übernehmen, um den Betrieb in der kommenden Saison fortzusetzen, heißt es in der Mitteilung weiter. Das habe der EHC jedoch abgelehnt. Das finanzielle Risiko ohne Hauptsponsor sei zu hoch, so der EHC-Vorsitzende Michael Schwellengreber

Deswegen haben wir den Entschluss gefasst, den Verein von unten aufzubauen, mit unserer Landesliga-Mannschaft ins Rennen zu gehen und dabei vor allem auf den eigenen Nachwuchs zu setzen.

Schwellengrebers Wunsch: Die Bayreuther Eishockey-Fans mögen diesen Schritt verstehen und mitgehen.

mz

 

Hier das komplette Statement des Vereins:

„Geschäftsführung und Gesellschafter der onesto Tigers Bayreuth sehen auf Grund der öffentlichen Resonanz, insbesondere auch vom letzten Wochenende, keine Möglichkeit mehr, die Erwartungshaltung der Bayreuther Fans zu erfüllen, da diese mit den vorhandenen Mitteln und Gegebenheiten schlicht nicht realistisch sind. Wir haben uns daher diese Woche dazu entschlossen, für die kommende Saison keine Lizenz für die Teilnahme an der Oberliga Süd zu beantragen. Von Beginn unseres Engagements an haben wir darauf hingewiesen, dass wir den Aufbau der onesto Tigers Bayreuth langfristig sehen und wir hier etwas entwickeln möchten. Dass dies nun nach zwei Jahren endet, haben wir nicht erwartet, ist aus unserer Sicht unter den aktuell gegebenen Umständen jedoch alternativlos.

Natürlich sind auch unsererseits Fehler gemacht worden, jedoch hätten wir uns eine konstruktivere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gewünscht. Die vor zwei Jahren zugesagte Unterstützung, die notwendig gewesen wäre, um den Standort erfolgreich auf gesunde Füße zu stellen, wurde uns leider nicht zuteil.

Zudem haben persönliche Anfeindungen und Beleidigungen ein Ausmaß erreicht, das wir nicht länger bereit sind auszuhalten. Die Vorbereitungen auf die kommende Saison sind bereits weit fortgeschritten, daher haben wir zunächst dem EHC Bayreuth angeboten, die Geschäftsanteile kosten- und schuldenfrei zu übernehmen und den Betrieb in der kommenden Saison fortzusetzen. Jedoch schätzt der EHC Bayreuth die Lage derzeit genauso ein wie wir und hat uns mitgeteilt, dass eine Fortführung für sie nicht in Betracht kommt.

Jetzt werden wir uns voll und ganz darauf konzentrieren, die Spielzeit bestmöglich zu beenden und unser Saisonziel, die Teilnahme an den Pre-Playoffs zu erreichen. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern, Sponsoren und Fans, die zu uns gehalten haben. Ein besonderer Dank gilt der Mainkurve, die uns immer konstruktiv begleitet hat.“

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